Journal für Orgel, Musica Sacra und Kirche  

                                                    

                                                                                                                                             

Aktuelle Kulturnachrichten                                          Orgel & PC - Virtuelle Pfeifenorgel - Hauptwerk ...   Tägliche Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine  

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Hinweis für die Nutzer des Browsers Mozilla Firefox etc.          *****************************************************************

      Orgeljournal-Kanal  &     Reinoldiorgel-Kanal      

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Zur Meldung:  Regensburger Oberhirte wird Nachfolger von Kardinal Kasper   

Die - recht schnell und zugleich hilflos dementierte - Meldung hätte wohl auch ganz anders lauten können. Etwa so: "Hardliner gewinnt Rom-Casting" oder "Der Blindensturz - Folge 2009" oder gar "Von der Wirkung eines süßen Giftes: Römische Funktionsstellen". Wenn denn diese beachtliche Nachricht Wahres zum Inhalt haben sollte, so darf sie sicherlich mit einem gewissen Bedauern zur Kenntnis genommen werden. Andererseits stimmt sie im geistlichen Sinne hoffnungsfroh: Kirche muss sich organisatorisch erst einmal so sehr ad absurdum führen - und mit derlei katastrophalen Fehlbesetzungen ist sie offensichtlich auf einem zielführenden Wege-, dass ein charismatischer Neuanfang mit dem Sinn für die wahren Fragen geboren werden kann. "Gedenke, Herr, die Kirche zu erlösen ..." (Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch 634, 6. Strophe).  (mpk)     

http://www.sueddeutsche.de/n5v38j/3111768/Guter-Theologe-aber-kein-Hirte.html   

Der diplomatisch gehaltene Kommentar der Initiative Wir sind Kirche: "Die Nachricht überrascht, denn es ist bedauerlich, dass Kardinal Walter Kasper, der sich um die Verständigung in der Ökumene und im Interreligiösen Dialog sehr verdient gemacht hat, nicht bis zum 80. Lebensjahr im Amt bleiben kann, wie es für Kardinäle üblich ist. Man kann vermuten, dass die vorzeitige Ablösung der Tatsache geschuldet ist, dass Kardinal Kasper - bei aller Loyalität zum damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Joseph Ratzinger und jetzigen Papst Benedikt XVI. - auch eigene theologische und pastorale Akzente gesetzt hat (Stichworte: Kirchenverständnis, unterschiedliche Bewertung des Schreibens „Dominus Iesus“ im Jahr 2000, Schreiben der drei oberrheinischen Bischöfe Kasper, Lehmann und Saier zur Seelsorge an Geschiedenen und Wiederverheirateten im Jahr 1994). Bischof Müller, dem der dialogische Umgang mit den Menschen und Gremien in seiner Diözese mehrfach misslang (was sehr diplomatisch formuliert ist, Anm. d. Red.), hat wohl seit längerem Ambitionen für ein Amt in Rom. Wenn die heute bekannt gewordene Meldung sich als richtig erweist, muss sich der künftige Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller an der Sensibilität und dem leidenschaftlichen Engagement seines Vorgängers Walter Kasper messen lassen, der seit 2001 das Gespräch mit den christlichen Konfessionen und unterschiedlichsten Religionen forciert hat." (aus einer Eilmeldung der Initiative Wir sind Kirche)   

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Gotteslob-MP3-Projekt: Nun danket alle Gott 

Nach längerer Ankündigungsphase wird hier nun eine erste Datei zur Verfügung gestellt. Die bereits jetzt recht beachtlichen Zugriffe zeigen, dass hier ein Desiderat besteht. Es sei darauf hingewiesen, dass sich dieses Projekt jedoch noch in der Orientierungsphase befindet (Feedback ist willkommen! - siehe Kontaktformular). Die Grundmotivation des Projekts besteht grundsätzlich in einem eher spirituellen Zusammenhang, der auch einer gewissen liturgischen Entwöhnung Rechnung trägt, die jedoch positiv aufgegriffen und ohne das bekannte institutionelle Wehklagen werden soll. Die Motive der "MP3-Suchenden" sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedlicher Natur und erfahren hier Respekt.  

Download MP3 "Nun danket alle Gott" (4,27 MB): Intonation und 3 Strophen (Gotteslob 266 - Evangelisches Gesangbuch 321) 

Die Audio-Datei verwendet den bekannten Satz von Johann Crüger als Grundlage. Bezüglich der Aufnahmetechnik sei auf diese Subpage verwiesen. Text und Melodie stammen von dem protestantischen Geistlichen Martin Rinckart (1586–1649), der zum einhundertjährigen Bestehen der Confessio Augustana Entsprechendes beizutragen trachtete. Angesichts der Wirren des Dreißigjährigen Krieges erscheint insbesondere der Text erstaunlich und zeugt von einem bewundertswerten Gottvertrauen.   

zukünftige Downloadseite   zur Themenseite "(Neues) Gotteslob"    

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Hüben wie drüben:                                            Eitles Possenspiel kirchlicher Administratoren?    

Hartmut Meesmann vom Ressort »Theologie und Kirchen« der Redaktion Publik-Forum artikuliert in einem Blog-Beitrag seine Verwunderung über die Binnenblicke kirchlicher Würdenträger - sei es mit episkopaler Halleluja-Tüte im röm.-kath. Ritus oder dem Beffchen des preußisch-protestantischen Gelehrtengewandes.  

Der Leiter der Abteilung »Kirchliche Handlungsfelder« im Hannoveraner Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Grundlach, gab Folgendes zum Besten: »Wie ein angeschlagener Boxer wird die katholische Kirche schwanken zwischen öffnenden Gesten und ruppiger Abgrenzung, zwischen ökumenischen Einladungen und profilierender Abgrenzung. Da die evangelische Kirche dieses interne Ringen zwischen Profil und Öffnung ebenfalls sehr gut kennt, wird sie Verständnis und Geduld für die römisch-katholischen Geschwister aufbringen und mit Dankbarkeit die Gesprächsfäden aufgreifen, die sich anbieten.«

Nun, dieser Kommentar sei erlaubt: Wer zählt hier wen aus? Die amtskirchliche Wagenburgmentalität katholischer Couleur ist ebenso weit vom dem entfernt, was Menschen bewegt und wirklich zählt, wie die gutsherrliche Dialektik einer protestantischen Kirchenverwaltung.  (mpk)

http://www.publik-forum.de/blog/?p=1373#more-1373

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Neu bei ORGANpromotion.org:   Johann Nepomuk Holzhey                      6 Orgeln und 4 Organisten      

Zum 200. Todestag von J.N. Holzhey (1741–1809) am 18. September ist eine Doppel-CD (€ 19,80) erschienen mit einem Orgelkonzert an den 6 erhaltenen Holzhey-Orgeln in Neresheim, Obermarchtal, Rot a.d. Rot, Schießen, Ursberg und Ravensburg-Weißenau. Die Organisten Gerhard Gnann, Roland Götz und Franz Raml spielen Musik der Holzhey-Zeit mit u.a. W.A. Mozart, J. Haydn, G. Muffat, L.A. Lefébure-Wely.                                                           ++++++++++++++++++++   

Neuordnung der Seite O-Ton    

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Für die Freunde von Orgel & PC   

Die Überarbeitung der Hausorgel-Seiten ist von Zeit zu Zeit notwendig, um sie mit ihrem kritischen Blick für das Ganze aktuell zu halten. Dabei geht es weniger um die spezifischen Details, die sich jedermann aus Foren und den diesbezüglichen Werbeseiten der Marktbeteiligten herausfiltern kann. Ob bei den Letztgenannten stets eine glückliche Hand am Werke ist, mag übrigens dahingestellt bleiben. Ihnen wäre dringendst anzuraten, die Sparte "Aktuell" einzufügen. Leisten kann man sich diese Nachlässigkeiten auf Dauer jedoch nicht. Wie schrieb ein niederländischer User völlig zutreffend, ohne allerdings die Marktgesetze in Gänze zu würdigen: "De markt voor Hauptwerk is namelijk piepklein." Sein Fazit besteht darin, Hauptwerk bekannter machen zu wollen. D'accord! Aber bitte mit Maß, Bedacht und reflektierter Distanz, die man spätestens in der Quinta erlernt haben mag. Das mit Penetranz zelebrierte Warten auf zahlreichere User und daraufhin niedrigere Setpreise erinnert an die Bürger zu Schilda, die in ihr schönes, jedoch fensterloses Rathaus Licht mittels Kannen und Eimern hineinzutragen trachten. Bei den Recherchen für das Update der Subpages fiel nunmehr auf, dass die mitunter wenig seriös erscheinende "Nachfolge-Software" von MyOrgan seit Juni 2009 - also in nicht ganz fünf Monaten! - über 1100 Downloads erfuhr. Bis zum Jahresende wird sicherlich die Zahl der im HW-Forum Angemeldeten (zur Zeit ca. 1330) erreicht werden. Der Bedarf scheint also vorhanden zu sein, mittels eines PC-Programmes die vorhandene Digitalorgel aufzurüsten oder gar mehr anzustreben. Was am Ende hinten herauskommt, ja das ist eine ganz andere Frage.  mehr    

Die wichtigsten Demos der "3. Binns organ Haverhill OIC (virtual demos)" wurden jetzt gebündelt auf eine Seite bei Box.net gestellt. 

"Then we had a brief presentation (in Dutch), by Rietje Raatgeep, of Hauptwerk and Sygsoft. Dirk Coutigny, then, played a Bach's concerto with an other sample set of Sygsoft: the Hinsz organ of Leens. After that, Fred de Jong gave us (in Dutch) an interesting technical explanation about Hauptwerk sample-sets, multi-releases, treatment of the tremulant, etc.. ... Then, people being there could test some sample-sets as they liked. All were very impressed. There was a French organist and professor, coming from Calais with some pupils, who never heard about Hauptwerk before. He stayed at the console until midnight, playing several sample-sets and he almost could not stop! I hope that other sample-sets maker follow this example, because those presentations can help a lot for the knowledge of Hauptwerk." (aus dem Hauptwerkforum) 

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Free MP3: Louis Vierne - Chanson - aus: Silhouettes d'enfants op. 43 (für Orgel bearbeitet) (4,54 MB)                                                                                                   Es übt einen großen Reiz aus, ursprünglich nicht der Orgel zugedachte Werke in und mit dem Klanggewand des in der Regel sehr viel größeren Instrumentes zu präsentieren. Eine Bedingung muss sicherlich erfüllt sein: Die Faktur sollte stimmen. So geschah es auch hier angesichts des drollig-verschmitzten Perpetuum Mobile, das sich kirmes- bis kinderspielartig in der Regel via Klavier vor dem Hörer verneigt. Louis Vierne - der auf der Empore rauchende Meister des Freskos - erweist sich dennoch als Könner und erinnert mit seinem gewiss einfachen Opus mittelbar an die Miniaturmalerei des niederländischen Raumes. 

"Louis Vierne ist bekannt als berühmter Organist und Orgelkomponist. Was nicht ins Bewusstsein gelangte, da es nicht Teil seines öffentlichen Wirkens war, sondern weitgehend der Intimität privater Zirkel vorbehalten blieb: Louis Vierne war auch ein hervorragender Pianist; sein Klavierwerk, dessen kompositorische Raffinesse, feinen Klangsinn und nicht selten virtuose Haltung die Zeitgenossen hervorheben, steht künstlerisch gleichrangig neben seinem Orgelwerk. Der dritte Band der chronologisch angelegten Werkausgabe bietet neben den in der Tradition der Kinderstücke des 19. Jahrhunderts stehenden Silhouettes d’enfants op. 43 (1918 komponiert; Anm. d. Red.) das Hauptwerk seiner späteren Schaffensjahre, den viersätzigen Zyklus Solitude op. 44."                                             (zitiert nach: bodensee-musikversand.de)                                                                                                                          ++++++++++++++++++++          

Musikpreis 2009 des Kantons Bern

"Die kantonale Musikkommission verleiht den Musikpreis 2009 des Kantons Bern von 20'000 Franken an den Berner Organisten, Komponisten und Orgelforscher Daniel Glaus. Sie würdigt damit sein musikalisches Gesamtwerk."

http://www.bielertagblatt.ch/News/Kultur/155849 (Empfehlung: Bild anklicken!)                                                                                            ++++++++++++++++++++                

Tabus im »linken Lager« 

"Die besorgniserregend gesunkene Wahlbeteiligung geht zu einem hohen Anteil auf das Konto der SPD. Das heißt: Viele Menschen, die sozial-demokratisch eingestellt sind, konnten zwar nicht den Architekten der Schröderschen Agenda-Politik wählen, schwenkten aber ebenso wenig in das schwarz-gelbe Lager um. Es werden keineswegs nur Desinteressierte oder endgültig Resignierte unter ihnen gewesen sein, sondern viele, die sich in Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Kirchen oder gar an der Basis der SPD engagieren. Und viele von ihnen werden auch bei Wahlen wieder für die Reform-Alternative zu gewinnen sein, wenn sie sehen, dass die offizielle Sozialdemokratie wenigstens jetzt nicht mehr anders kann, als für das zu kämpfen, wofür sie einmal stand. Aufbrechen werden die Tabus, die eine Reform-Mehrheit bei dieser Wahl von vornherein ausschlossen. Eine SPD, die sich vom Neoliberalismus der Schröder-Variante verabschiedet, wird von der Linkspartei nicht mehr so einfach in die rechte Ecke gestellt werden können. Die Linkspartei selbst wird – hoffentlich – ihre populistischen Anteile überwinden, wenn sie bis 2013 in die Verantwortung für eine realistische Reformperspektive gerät. Und die Bündnisgrünen werden sich entscheiden müssen, zwischen dieser Reformperspektive und schwarz-grünen Gedankenspielen. ... Gibt es auch Tabus im »linken Lager«, die dringend aufzubrechen wären?" 

(Stephan Hebel, in: Publik-Forum Nr. 19/9.10.2009)    

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Warnung an Hochzeitorganisten jedweder Couleur ...            

http://www.spiegel.de/video/video-1025749.html     

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Die Endlichkeit einer Petition      

"Die vatikanische Abwehr des weltweiten innerkatholischen Reformengagements wirkt wie ein Kontroll- und Sicherungsbedürfnis, das sich mit der Botschaft Jesu und den Anforderungen an eine communio (Gemeinschaft) im Sinne des letzten Konzils nicht vereinbaren lässt. Die damit verbundenen Sanktionen verursachen aktuell in pastoraler Praxis, in Wissenschaft und Kirchenleitung Ängste, die kirchliches Leben auf vielfache Weise lähmen. Das Anliegen der PETITION VATICANUM II war und ist die Aufforderung, den Glaubensmut der Konzilspäpste und der Konzilsväter nicht zu verraten." 

http://www.petition-vaticanum2.org/...Petition_Vaticanum2_Final_de.pdf   

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"Das Orgelmärchen" von Kantor Heiko Ittig ist hier jetzt wieder online gestellt, da der vorhandene Speicherplatz des Journals erheblich erweitert werden konnte. Unter der Kategorie Bild ist ein entsprechendes Fotoalbum eingerichtet:  

Es war einmal vor langer Zeit in einem Dorf nahe Rheda. Es gab ein paar wenige Häuser, einen Gasthof und eine Kirche. Weil aber nur noch ganz wenige Leute in dem Dorf lebten – viele waren schon vor Jahren in die große Stadt gezogen, gingen auch der Pastor, der Küster und der Dorfschullehrer in die Stadt, um dort ihr Geld zu verdienen.  mehr   

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Für die Hauptwerkfreunde: Feedback "Quality is not objective"?                                                                                                                                  "The King of All Virtual Instruments" zu sein, das verspricht die Werbung der Organisten-Software Hauptwerk. Nun trifft dieses gewiss in einem gewissen Maße zu, gilt jedoch leider für nicht für alle dazugehörigen Sets. Der HW-Inhaber hat nun jüngst den dritten und letzten Teil eines Sets zu dem stolzen Gesamtpreis von $ 1,128.00 vollendet und präsentiert diesen weitgehend mit den üblichen niederländischen Liturgie-Schmankerln, die man zum Teil auch aus der landesgleichen Digitalorgelszene kennt. Nun wäre das alles an sich ganz okay und wohl auch begrüßenswert, wenn hier nicht unlängst eine Mail eingegangen wäre, in der die These "Quality is not objective" behauptet wurde. Diesem Satz muss heftig widersprochen werden. "Demo" kommt letztlich von "zeigen" oder "klarmachen". Und so kann man sich getrost folgende Datei unter qualitativen Aspekten anhören und sich von der Qualität überzeugen lassen. Es wird wohl allerdings bei dem bloßen Versuch bleiben:

W. A. Mozart - Fantasie in d (KV 397)  

Auffallen dürften insbesondere die ersten 28 Sekunden mit dem fortwährend erklingenden "Ffft". Manchmal ist es sogar ein "Pffft". Oder aber der schlierende Nachhall ab 4:52 hinterlässt den unguten Eindruck, dass zum Ende der Aufnahme die virtuelle (kirchlicherseits in Zeitarbeit georderte) Reinemachefrau einen altersschwachen Industriestaubsauger in die entlegene Sakristei noch schnell hineingezogen haben könnte und mit demselben entschwindet. Nein, das kann alles mitnichten überzeugen und schon gar nicht zu diesem Preis. Es unterstreicht umso mehr die hier bereits geäußerten Beobachtungen.                  

So mag es
trösten, dass im HW-Sektor bessere Orgelmodelle verfügbar sind. Etwas seltsam mutet es gleichwohl bei andernorts veröffentlichten und per se sehr begrüßenswerten Registerdemos an, dass in denselben die Registerwerkgeräusche recht offensichtlich nachträglich zugefügt wurden, um alles realistischer erscheinen zu lassen. Die firmeneigene Aussage "authentisch" ist ohnehin in erkenntnistheoretischer Hinsicht der falsche Terminus und eine rechte Werbemetapher. Aber selbst mit dem Wort "authentisch wirkend" dürfte man es angesichts dieser kurzen Stiile zwischen Zuggeräusch und zweifelsohne gutem Registerklang recht schwer haben.                                                                                                                                                         Um diesen Beitrag hoffnungsfroh abschließen zu können, sei hier auf drei ganz frühe Demos des baldigen Stieghorst-Sets von Pipeloops.com verwiesen:                                                            http://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php...38570#p38570 

Aber dessen nicht genug. Der weitere Update-/Upgrade-Hauptwerkfahrplan für 2009/2010 trägt die Früchte der bislang und immer wieder vorgebrachten Userwünsche: Kostenfrei wird mit der baldigen Version 3.3 ein neues Polyphonie-Management eingesetzt werden (lt. Brett Milan: massive Reduzierung der PC-Ansprüche und "verdoppelnde" Erhöhung der Polyphoniewerte - auch für die Free-Version). Die im ersten Halbjahr 2010 erscheinende Version 4 wird eine gänzlich neue Bedienungsoberfläche und vor allem eine merkliche MIDI-Vereinfachung auf ein intuitives Niveau auch für PC-Einsteiger erhalten. MIDI-Recording und -Playback wird dem Vernehmen nach auch dabei sein. Die Version 4.1 soll im zweiten Halbjahr 2010 fertig sein und insbesondere "high-performance convolution" (m.a.W. guten künstlichen Hall) bereitstellen.  

http://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php...f687fb677c52ad10b3ed073d  (mpk)                                                                                                                          ++++++++++++++++++++           

"Singen, bis der Arzt kommt ... So richtig appetitlich sieht das nicht aus: zwei kleine Muskelstränge, von glänzender Schleimhaut und Äderchen überzogen, dazwischen ein rötlich dunkler Schlund – die menschlichen Stimmbänder im Kehlkopfspiegel. Sind sie gesund, entlockt der Sänger ihnen seit Orpheus’ Tagen die schönsten, höchsten Töne, sirenenhafte Sinnlichkeit, pure Erotik und Magie. Sind sie es nicht, säumen Polypen, Knötchen, allerlei Entzündlichkeiten oder Schwellungen das Gewebe. Der Schuldige für diese Fehlentwicklungen ist rasch gefunden: Der Stimmbandbesitzer selbst, der Sklave, die Hure des Betriebs, hat es mal wieder fehlen lassen an der nötigen Sorgfalt und Disziplin." 

http://www.zeit.de/2009/30/Krise-Oper      

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Armut in einem reichen Land und die Deformation des Gerechtigkeitsbegriffs 

Die zukünftige Tigerenten-Koalition wird das Thema sicherlich zunehmend auf den Plan rufen, allein schon durch den Umstand, dass jener der katholischen Soziallehre verpflichtete Teil des CDU/CSU-Lagers (ja, den gibt es noch!) mit Vitalität dem Ansinnen der FDP widersprechen wird, in noch weiterem Maße der Umverteilung von unten nach oben die vorauseilende Absolution erteilen zu wollen.

In diesem Zusammenhang sei auf die aktuelle und sich durch ein anerkannt hervorragendes Maß an analytischer Kraft auszeichnende Sozial-Studie des Kölner Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Christoph Butterwegge mit dem Titel "Armut in einem reichen Land" hingewiesen. 

Butterwegge machte unlängst während eines DASA-Symposiums auf Folgendes aufmerksam: "Peer Steinbrück, seinerzeit nordrhein-westfälischer Ministerpräsident, nahm eine totale Deformation des Gerechtigkeitsbegriffs vor und brach mit dem Sozialstaatspostulat des Grundgesetzes, als er die soziale Gerechtigkeit auf die Sorge des Staates um die Leistungsträger verkürzte: „Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern.“"

Die zunächst unglaublich wirkenden Worte Steinbrücks aus dem Jahre 2003 zeigen deutlich auf, wie sehr man sich bereits an diese Art einer fragmentarischen sozialen Kognition gewöhnt hat. Sie mündet mittlerweile ein in einen sozialen Autismus, den Großkirchen und Gewerkschaften mit vollem Recht stets kritisch beobachten und wohl auch in zunehmendem Maße anmahnen werden.  (mpk)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1027757/ (Podcast)  

http://www.dasa-dortmund.de/nn_80554/.../Symposium-2008-01.pdf   

http://www.boeckler-boxen.de/1807.htm   

http://www.archezeit.de/Empfehlungen/Gesellschaft/... Hengsbach.pdf         

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Moritzorgel unmittelbar vor der Restaurierung

"Im August hat HalleForum.de bereits exklusiv von der bevorstehenden Restaurierung der Sauerorgel in der Moritzkirche in Halle (Saale) berichtet. Jetzt sind auch die Verträge durch Propst Reinhard Hentschel und Orgelbaumeister Reinhard Hüfken unterzeichnet worden. Zum 600jährigen Bestehen der Moritzkirche soll das Instrument in seiner vollen Klangpracht ertönen, und die Stadt so um ein wertvolles Instrument reicher werden."

Die weiteren und sehr ausführlichen Informationen auf der eigens für die Rettung der Orgel eingerichteten Seite versuchen in recht diplomatischer Weise, die Veränderungen am Instrument in Nachkriegszeiten - so auch durch den damaligen Kantor Heinz Wunderlich - im Gesamtzusammenhang darzustellen.  

http://www.moritzorgel.de

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Der einlullende, monoton spannungslose Rhythmus ... 

"Eines der bemerkenswerten Phänomene in der Musik des letzten Jahrhunderts ist der Jazz gewesen. Er hat womöglich die Grenzen zwischen U- und E-Musik aufgelöst. Insbesondere die Kirchenmusik, die sich dem konventionellen Kirchenlied widmet, könnte sich hier auch aus festgefahrenen Gleisen befreien. Wenn wir die Musikgeschichte betrachten, erkennen wir unschwer gewisse Elemente, die zu einer gegebenen Zeit so machtvoll waren, dass sie die Musik Jahrhunderte lang zu beeinflussen vermochten. Ein Beispiel dafür sind u.a. die Orgelvorspiele zu alten Kirchenliedern. Der einlullende, monoton spannungslose Rhythmus mancher Kirchenlieder kann durch Jazzelemente zu neuer Faszination führen und den kulturellen Horizont des Kirchenmusikers (und des Publikums) erweitern. ..." (zitiert nach Strube.de)    

Berger, Günter: Das alte Geistliche Lied in anderen Rhythmen für ein Tasteninstrument - 31 Seiten - Strube VS 3327 € 12,00  mehr unter Presseschau          

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Bonner Professor verliert kirchliche Lehrerlaubnis  

http://www.domradio.de/aktuell/artikel_57259.html   

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Neue Seite "Best of HW": Hier werden die überzeugendsten Live-Orgelaufnahmen via Hauptwerk gesammelt und immer wieder einmal neu sortiert werden. Über 60 Minuten hochwertiger Interpretationen sind bereits zusammengestellt und könnten so eine kostenfreie und zugleich künstlerisch anspruchsvolle CD ergeben. Mit einem Hauch Ironie kann man raten, diese CD auch als Hörtest für ausgesprochene Kenner zu nutzen. Fortsetzung folgt!    

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Für die Freunde der Orgelforen:      

1. "OT: Mobbing im Orgelforum? SKB"-Thread gelöscht: Irgendwie wurde die gefühlte üble Nachrede über Dritte - wohl stellvertretend für viele andere Fälle - dann doch zu heftig. Ein junger Organist versuchte den virtuell Gescholtenen moderat in Schutz zu nehmen und eröffnete diesbezüglich einen eigenen Thread mit einer signifikanten Überschrift, die einem kommerziellen Internet-Forum und dessen Betreiber nicht gut ansteht. Der Thread wurde gelöscht, obwohl das eigentliche Mobbing offensichtlich in dem ursprünglichen Gesprächsfaden (und auch anden) immer noch besteht. Ein kleiner Nachweis besteht hier jedoch noch: http://www.orgelforum.de/forum_entry.php?id=76238  Ein Konzertorganist brachte es auf den Punkt: "Es scheint viel einfacher zu sein, in Fachkreisen über Kollegen herzuziehen und zu nörgeln, als ein simples Lob auszusprechen. Bedenklich und peinlich in diesem Zusammenhang ist nur, das sämtliche Forumsbeiträge, auch archivierte, problemlos über Google verfügbar und allgemein nachverfolgbar sind, und das über Jahre hinweg." Freilich schließen derlei Abgründe nicht das Produktive der genannten WWW-Zusammenkünfte aus.  mehr 

2.  Gefrusteter Sampleset-Hersteller und dessen Experimente: Einen kleinen bis großen PR-Gag leistete sich offensichtlich ein ob der nachweislich marginalen Verkaufszahlen frustrierter Sampleset-Hersteller des Hauptwerk-Terrains: http://forum.hauptwerk...76fb  Nicht, dass man die gute Arbeit mit mehrfach zelebriertem Schmerz der Mühe nicht akzeptieren würde! Marktkonformer und zugleich unauffälliger reagieren diejenigen unter den Sampleset-Herstellern, die ihre Sets nach den ersten Desillusionierungen zu reduzierten Preisen anbieten und einen gewissen Standard an logischem Marketing darlegen: Attraktivität und Preis spielen hier zusammen. Sets, die jenseits der 500€-Schallgrenze liegen, lediglich mit MIDI-Dateien zu präsentieren, erscheint fragwürdig. Live-Recordings reichen ebenso wenig allein aus, wie es hier unlängst ein Kirchenmusiker anmahnte. Register-Demos mit mehreren Anschlagsarten über möglichst viele Oktaven wirken konstruktiv. Mittelfristig, wenn nicht sogar kurzfristig wird sich allerdings der ernstzunehmende Hauptwerk-Samplesetmarkt auf eine Handvoll Anbieter reduzieren. Ob dann jedoch aussagekräftige Demos angeboten werden, dürfte immer noch fraglich sein, da die User insgesamt recht genügsam zu sein scheinen.  mehr

3.  "Käse-Deutsch" auf deutschen Johannus-Seiten? Das können wir hier gar nicht beantworten. Höchst interessant bleibt jedoch, wie auf eine Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven geantwortet werden kann. Ein Vergleich:

http://www.orgelforum.de/board_entry.php?id=7...last_answer&descasc=DESC        

http://www.forum.sakral-orgel.de/viewtopic.php?t=1603&sid=4b4d6fc...3450b       

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Festkonzert zum 140-jährigen Bestehen des HERFORDER MÜNSTERCHORS: Edward Elgar - THE KINGDOM   

Die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Entstehung der christlichen Kirche nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte hat der englische romantische Komponist Edward Elgar in einem in Deutschland bisher kaum bekannten großen Oratorium vertont. Der Münsterchor unter der Leitung von Kantor Stefan Kagl führt das Stück am 25. Oktober, 17 Uhr, gemeinsam mit der Kantorei Bad Kissingen, bekannten Solisten und der Thüringen Philharmonie Gotha in der Münsterkirche auf. Als Solisten wirken mit Nathalie de Montmollin (Sopran), Eike Tiedemann (Alt), Wolfram Wittekind (Tenor) und Hinrich Horn (Bass). Die Aufführung hat bereits im Vorfeld überregional Wellen geschlagen und wird vielfältig gefördert. Edward Elgar ist in Deutschland bekannt für populäre Musik. Sein "Land of Hope and Glory" aus dem Marsch "Pomp and Circumstances" zählt zu den meist gehörten und gesummten Melodien der Musikgeschichte.   

mehr unter Konzerte (inkl. Flyer)    

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Mehr Ernst als Pep?                                      

"Der Orgel-Literaturkanon (44): »Mitten wir im Leben sind« von Ernst Pepping: Die reformatorische Verankerung des Gemeindeliedes im Gottesdienst gab der evangelischen Kirchenmusik über Jahrhunderte prägende Impulse. Auch im Schaffen von Ernst Pepping (1901-1981) spielt der Choral eine zentrale Rolle." 

http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2009_39_14_01.htm  

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Insolvenz bei Schimmel

Der Klavier- und Flügelhersteller Schimmel bekommt die Wirtschaftskrise mit voller Kraft zu spüren. Die Konkurrenz aus Fernost war bereits lange am Start, so dass sich dieser traditionsreiche Instrumentenbauer bei Braunschweig schon etliche Jahre zuvor mit günstigen Einsteigerkonzepten sein Terrain zu sichern versuchte. Am Ende hat es wohl nicht gereicht. Unabhängig von der Frage des Fortbestandes wird es ohne Frage am Ende auch für viele Mitarbeiter nicht reichen. Wie heißt es dann so schön: Die Produktion wurde verschlankt - die Mitarbeiter wurden freigesetzt. Schlussendlich bleibt auch die triviale Erkenntnis übrig, dass in wirtschaftlichen Krisenzeiten Verbraucher eher zögern, etwas mehr für hochwertige Produkte zu erübrigen. Eine Lehre - nicht nur für Schimmel.  (mpk)

http://www.welt.de/...Insolventer-Klavierbauer-Schimmel-produziert-noch.html     

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Musikmesse in Münster 

Die Aussteller des Digitalen suchen nach Alternativen zu dem in Lautstärke erstickenden Messe-Frankfurt. "Klein, aber fein", so könnte man die Abteilung Orgel der Musikmesse zu Münster (26.-28.09.) beschreiben. Mit von der Partie waren die Firmen Ahlborn(-Reetze), Eminent (Klavierhaus Klaus Decker/Münster) und Midi-Organs.eu von Douglas Henn-Macrae aus Rocester/UK. Vom Rundstrahler der Fa. Klaus Reetze über das viel zu wenig bekannte Tonerzeugungsverfahren der Fa. Eminent ("Obertonrekonstruktion") bis hin zu neuen Hauptwerk-Samplesets nebst dem in Canada hergestellten modularen Spieltisch von Midi-Organs konnten sich die Besucher einen recht breiten Überblick über das verschaffen, was bis heute hinsichtlich des digitalen Orgelklanges möglich geworden ist.

Es fiel auf, dass die - auch finanzielle - Krise der Großkirchen den Digitalorgelherstellern eher zuarbeitet, da es vermutlich zunehmend Kirchengemeinden geben wird, deren Zukunft ungewiss ist oder zumindest als finanzschwach zu kennzeichnen wäre. Viele dieser Gemeinden wollen dennoch nicht auf eine Orgel verzichten. Einige visuelle Eindrücke sind in dem folgenden - ebenfalls digitalen - Fotoalbum zu finden.  (mpk)              

 

                                                                                                                       

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