Journal für Orgel, Musica Sacra und Kirche
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Vor langer Zeit hatte ich Kontakte zur katholischen deutschsprachigen Gemeinde Brüssels, deren Gast ich auch sein durfte. Viele Jahre später traf ich auf einem südfranzösischen Campingplatz eine Familie dieser Gemeinde. Der pater familias war "bei der EU beschäftigt". Wohl auf einer etwas bedeutenderen Ebene der Verwaltung, wie es zunächst gar nicht zu vermuten war. Während eines abendlichen Beisammenseins wollte mir das genannte Oberhaupt der einladenden Familie doch allen Ernstes erzählen ... mehr
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Neu aufgestellt: Dr. J. Butz im WWW
Die neuen nun gut durchstrukturierten und aufgeräumt wirkenden Seiten des renommierten Verlages Dr. Butz haben dann doch eine Zeit lang auf sich warten lassen. Der vormalige Internetauftritt war nicht mehr zu den zeitgemäßen zu rechnen. Umso mehr darf man sich darüber freuen, dass die Noten- und Bücherlandschaft des kirchenmusikalischen Bereichs im Internet nunmehr attraktiver geworden ist und deswegen geben wir hier gerne die Nachricht des Bonner Hauses, das sich wohl nach dem Umzug an sakraler Stätte zuhause weiß, in einer geringfügig bearbeiteten Form wieder. Kleiner Tipp für Chorleiter so nebenbei: Colin Mawby! (mpk)
"85 Jahre Butz-Verlag – profitieren Sie dreifach
Viele attraktive Sonderangebote aus den Bereichen Noten, Bücher und CDs in unserem aktuellen Jubiläums-Flyer Bitte beachten Sie: Ab einem Bestellwert von € 30,- liefern wir im Inland versandkostenfrei. Ab einem Bestellwert von € 50,- erhalten Sie gratis unseren Band „Musikalische Schüttelreime“ von Gerhard Weisgerber (BuB 05). Freuen Sie sich auf interessante Neueditionen aus den Bereichen Vokal- und Orgelmusik. Details finden Sie auf unserer Internetseite und im Neuerscheinungs-Flyer, der Ihnen vor etwa zwei Wochen bereits per Post zugestellt wurde. Unsere Homepage wurde komplett überarbeitet. Unsere Seite präsentiert sich Ihnen ab heute in neuem Layout und mit verbesserter Struktur, die Ihnen die Übersicht über unser Programm erleichtert."
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Updates
- Noten/Kostenfrei mehr
- Orgeljournal-YouTube-Kanal mehr
- Gotteslob-Seite mit eigener Kategorie mehr
- Noten/Presseschau mehr
- Trost-Orgel Waltershausen - Dispo, Demos und Details mehr
- Hauptwerk 2009 mehr
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Für Kirchenmusik-Fans jedweder Art sei hier Aufbauendes verlinkt, denn allzu oft verliert man im alltäglichen Geschäft den eigentlichen Bezug zum Beweggrund desselben und irrt im Dickicht des vermeintlich machtvoll Institutionellen und des spirituell Erblassten umher.
Angesprochen haben insbesondere die visuellen Reize des im Screenshot ersichtlichen Bildes: Jemand tanzt in aller leib- und sinnenhaften Intensität und erfüllt mit aller gottgegebenen Freude umher. Und was tun aber die fünf Beobachter? Sie gaffen als Richtende und wohnen dem Tanz als Sinnen-Loser ohne Gesicht bei. Sie haben ihr Gesicht verloren. Welch' ein trauriges und zugleich entlarvendes Bild für vielerlei Vorgänge des täglichen - auch kirchlichen - Vollzugs!
Und gerade deswegen: Sacharja 9,9: "Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin." Und damit sind wir auch schon beim Thema der kommenden Zeit: Füllen wir den Wein in neue Schläuche! Die alten dürften das Haltbarkeitsdatum längst überschritten haben. Das wahre Leben steckt im Unscheinbaren: im Nicht-Institutionalisierten, im Nicht-Medialen, im ganz Profanen von Ich und Du, in den kleinen Initiativen. Da muss nicht erst Martin Buber grüßen. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle Frau Genia Bopp. (mpk)
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Update
James Kibbie: Bach Organ Works for free "This website offers free downloads of the complete extant organ works of Johann Sebastian Bach, recorded by Dr. James Kibbie from 2007 to 2009 on original 18th-century organs in Germany."
Höchst honorig: Bach bis zum Abwinken im guten 256er MP3-Format an bedeutenden historischen Orgeln - und das alles kostenfrei. Die künstlerische Qualität ist freilich noch besser: "James Kibbie plays with surpassing clarity, brilliance and magnificence." (Ars Organi)
Laut Auskunft von Prof. Kibbie für das Orgeljournal wird die kostenfreie Seite in den nächsten Wochen komplett mit allen Aufnahmen abzurufen sein. Ebenso wird eine "Download-all"-Funktion eingerichtet werden. Die Aufnahmen fanden an historischen Orgeln mit sehr unterschiedlicher Akustik statt, die von sehr trocken (Großengottern) bis zu sehr lebendig (Dresden) reichen. Erwähnenswert bleibt in diesem Zusammenhang die folgende Bemerkung: "No digital reverb was added. All recordings have the sound exactly as recorded live, no digital manipulation of any kind."
Hauptwerk auf untröstlichen Abwegen?
Die in der Hauptwerkszene von kommerzieller Seite kolportierte These, dass hier - wie auch bei den hochwertigen und mit einem Award ausgezeichneten DVD-Aufnahmen von Hans-André Stamm an der Trost-Orgel zu Waltershausen - künstlich hinzugefügter Hall zu hören sein könnte, erweist sich somit als recht gegenstandslos. Stamm hatte hier ebenso auf Anfrage hin die Hinzufügung eines synthetischen Halls verneint und u.a. darauf hingewiesen, dass die Mikrophone hoch in der Raummitte standen. Auffällig ist, dass das entsprechende Hauptwerkset eines deutschen Herstellers offensichtlich eine trockenere Akustik suggeriert als die realen Vergleichsaufnahmen Kibbies und Stamms. Wird sich jetzt der Vorwurf einer "digitalen Manipulation" möglicherweise eher gegen den Urheber des Gerüchts selbst richten? Diese Frage kann hier nicht beantwortet werden. In der Szene hatte es bereits hinter vorgehaltener Hand verschiedene Interpretationen der Motivation gegeben, eine derartige Vermutung zu veröffentlichen.
Ganz und gar nicht nachvollziehbar erscheint in diesem Zusammenhang jedoch die vermutlich ideologisch motivierte und auf jeden Fall überheblich wirkende Bewertung, die sich auf die Aufnahmen Kibbies beziehen soll: "In any case, for me it's a terrible dose sound, which I don't know from the real thing." Diese vielleicht als angstbesetzt erscheinende Hybris stößt etwas peinlich berührend ab. Ganz abgesehen davon, dass sie angesicht der guten Aufnahmen Kibbies und seines Teams - Mr. Cerny sei herzlich gedankt! - inhaltlich kaum überzeugt. (mpk)
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Die 17-seitige Notenvorschau zu "114 einfache Choralvorspiele und Liedsätze - von Ekkehart und Markus Nickel (Vater und Sohn)" lässt Gutes erwarten und entspricht insofern den hier vor Ort bereits gemachten Erfahrungen mit Kompositionen aus dem Hause Nickel. Wer noch einigermaßen imstande ist, den Perspektivwechsel "Welche Notenwünsche haben junge Orgelspieler in den Gemeinden" nachzuvollziehen, der kann die folgende Tonsammlung eigentlich nur begrüßen.
"Die Tonsetzer zweier Generationen (Vater und Sohn) arbeiten hier stilistisch teilweise sehr unterschiedlich und verleihen der Sammlung dadurch ihren besonderen Reiz. Dabei sind die Grundsätze der "Orgel-(Klavier) Vorspiele" weitgehend beibehalten worden: Das Bestreben, leicht zu realisierende Vorspiele (die sicher trotzdem nicht immer ohne Üben machbar sein werden) in Verbindung mit einfachen Choralsätzen anzubieten. Die Vorspiele sind meist, abgesehen von gelegentlichen Ausnahmen, rein manualiter ausführbar, fast immer aber - auch wenn anderes angegeben ist - gut auf einem einzigen Manual darstellbar. Die Choralsätze verfügen in sehr unterschiedlicher Art über eine einfache Struktur, öfters auch mit Einsatz des Pedals."
http://www.stretta-music.com/stretta.php/cl/details/anid/557002
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Schweinegrippe und kirchliche Versammlungen
"Gemeindemitglieder, die Symptome der Schweinegrippe hätten, sollten zudem nicht aus dem Abendmahlskelch trinken."
"Vor Geldscheinen müsse man sich ebenfalls nicht fürchten: "Die schleckt man im Allgemeinen nicht ab ..."
"Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht", geben die Bischöfe zu bedenken."
"Das Weihwasser ist eine Frage der Temperatur. Die Expertin: "Im Prinzip 'halten' sich Viren umso länger, je kühler es ist. Ideal wäre eine Temperatur von minus 80 Grad Celsius. Je kälter es an Oberflächen und in feuchter Umgebung ist, desto länger können Influenzaviren infektiös bleiben.""
Wie dem auch sei, hier ist eine pragmatische Lösung - bei aller Hysterie - in einem Videoclip zu sehen:
http://www.spiegel.de/video/video-1031451.html
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Kapuziner und Heavy Metal
"Jahrelang trat der Kapuzinermönch Cesare Bonizzi mit seiner Metal-Band Fratello Metallo auf. Jetzt will er aufhören. Der Teufel, so der Mönch, habe ihn vom Weg abgebracht."
http://www.welt.de/videos/vermischtes...Moench-hoert-auf.html
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Machen wir uns nichts vor: Jeder ist zumindest ein klein wenig verunsichert und fragt sich, ob denn nicht eine Impfung die richtige Lösung wäre. Politiker raten in diesen Tagen mehr oder weniger auch aus moralischen Gründen dazu, sich impfen zu lassen, damit man persönlich nicht an einer weiteren Verbreitung der neuen Influenza beteiligt ist. Und so kommt die Kategorie der Ethik ins Spiel. Ebenso dürfte jedoch in diesem Zusammenhang der gute alte moraltheologisch verabredete Konsens der grundsätzlichen Gewissensentscheidung zugestanden werden. Im Jargon der Politik heißt dieses dann: Es gibt keinen Impfzwang! Ganz abgesehen davon, dass die Pharmaindustrie - mit oder ohne Dollarblick - den Markt gar nicht zeitnah bedienen kann. Die zuständigen Gremien, die täglich neue Horrorszenarien verbreiten, scheinen sich jedoch nicht ganz von dem möglichen Vorwurf einer pharmakonzern-beeinflussten Interessenverquickung freimachen zu können.
So kann unter Umständen der folgende Link zu einer verantworteten Gewissensentscheidung beitragen. Dort rät der Deutsche Bundesverband der Umweltmediziner dringend von der Impfung mit einem bekannten Wirkstoff ab. Empfehlenswert ist insbesondere die zweite Seite der PDF-Datei. (mpk)
http://www.dbu-online.de/fileadmin/news/Pressemitteilung...pdf
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Macht Margot Käßmann Männern Angst? Offensichtlich! Die Bischöfin stellt in der doch eher männlich dominierten WWW-Welt der Kirchenmusik eine Projektionsfläche dar, derer man sich gerne bedient. Eigentlich bedürfte es keiner besonderen Erwähnung, wenn sich Teilnehmer rätselhafter Foren gegenseitig zum Lästern über die Theologin auffordern. Auffällig ist dabei nur die Penetranz, mit der dieses getan wird. Was bewegt intelligente Poster dazu, Abschätziges oder frauenfeindlich bis gar sexistisch Anmutendes (das hier nicht wiederholt werden soll) immer und immer wieder zu veröffentlichen? Es liegt die Vermutung nahe, dass Margot Käßmann mit ihrem dialogischen und gottvertrauenden Charisma Männern Angst macht, weil sie unbestritten im Alpha-Ranking ganz neue Maßstäbe setzt und Zugänge verdeutlicht, die Männer habituell noch gar nicht eingeübt haben.
Pressebild: © Foto Monika Lawrenz LVH
Gewiss muss man der Theologin und Landesbischöfin nicht per se in allem Recht geben. Das können sicher auch nicht die evangelikalen Kräfte der Protestanten. Dennoch wurde sie auch von den Konservativen der Synode gewählt. Wo war auch die Alternative? Mitbewerber, die mit glücklichen Ehejahren protzten oder einfach wenig inspiriert wirkten, waren keine wirkliche Konkurrenz. So setzt Käßmann nach dem professoralen Pontifikat preußischer Couleur des Wolfgang Huber einen Kontrapunkt, der sich im Dialogischen und Spirituellen beweisen muss. Ob Käßmann damit der Selbstverzwergung der evangelischen Kirche Einhalt gebieten kann? Sicherlich wird sie mit ihrem Glaubensmut noch den einen oder anderen PC- oder Paramenten-Macho verunsichern.
Allerdings macht es sie nicht gerade sympathischer, sie in einem VW Phaeton zu wissen, der lt. Rheinischem Merkur nach einer großzügigen Rabattgewährung aus Wolfsburg als Dienstwagen zur Verfügung steht. Die CO2-Emissionen dieser machtvollen Staatskarosse haben Werte jenseits der 239 g/km: Starker Abzug in der B-Note. (mpk)
http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=1065
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Rostocks St. Marien und die Romanik
"Die Orgel von St. Marien steht noch bis morgen im Blickpunkt von etwa einem Dutzend hochkarätiger Experten aus Orgelbau sowie Kultur- und Denkmalpflege. Hauptaufgabe des Kolloquiums ist es, eine Empfehlung darüber zu geben, wie es mit der Orgel weitergehen soll. Rein optisch ist diese Königin der Instrumente ein Prachtstück und dank der Bemühungen der Organisten hört das Laienpublikum nichts von den Mängeln, die der Fachwelt aber nicht verborgen bleiben. Dass eines Tages der Klang mit der Optik mithalten kann, das ist natürlich ein Wunsch der Kirchenmusiker. Vier Möglichkeiten stehen zur Diskussion, um das ehrwürdige Instrument auch klanglich zu einem Genuss zu machen ..."
Hinsichtlich der "Romanik" (s. Kommentar von Hans Bentzien zum Zeitungsartikel) könnte man auf den Gedanken kommen, in Rostock hätte sich nunmehr die älteste Orgel gefunden. Leider ist dem nicht so. Nichtsdestotrotz bleibt zu hoffen, dass man angesichts der verschiedenen Stillepochen eine kluge Entscheidung zu treffen in der Lage ist. (mpk)
http://www.nnn.de/lokales/rostock...experten-begutachten-marien-orgel.html
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Robert Schumann: „Gehst Du an einer Kirche vorbei und hörst die Orgel darin spielen, so gehe hinein und höre zu. Wird es dir gar so wohl, dich selbst auf die Orgelbank setzen zu dürfen, so versuche deine kleinen Finger und staune vor dieser Allgewalt der Musik.“
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Laura Willenbrock und Birte Scharf erwarteten einsame Orgel-Freaks in Stade
"... Wir sind Birte und Laura, zwei von 20 Teilnehmern. Wir alle wollten sehen, was unsere Finger auf diesen berühmten Orgeln zustande bringen und heute präsentieren wir Ihnen und Euch das Endergebnis, dabei gibt es noch viel wichtigere Dinge, die wir aus dieser Woche mitgenommen haben. Diese Liste wird angeführt von der Erfahrung, endlich mal viele andere Jugendliche kennen gelernt zu haben, die auch Orgel spielen und sich für diese Musik interessieren, wir haben sozusagen viele „Gleichgesinnte“ gefunden. ... Als Beweis für diese Motivation und für den Spaß, den wir am Üben hatten, erwähnen wir hier kurz, dass wir täglich die Jugendherberge um viertel vor Neun verlassen haben und freiwillig – trotz Kälte – bis um ca. halb Elf in der Kirche blieben. Macht 14 Stunden, unterbrochen nur durch kurze Pausen für Essen und das vielfältige Kulturprogramm. ... Eigentlich sind (zumindest) wir mit anderen Gefühlen hier angekommen. Denn: Was erwartet man von einer Woche mit Fremden, die Kirchenorgel spielen? ..."
http://www.orgelakademie.de/2009_JOF_Bericht_TN.pdf
http://www.orgelakademie.de/html/jugend-orgelforum.html
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Gegen die Klischees: Bossert verweist auf "Cäcilia"
"Mendelssohn wird so zu einer Brücke zwischen den Zeiten. Die Orgelmusik nahm sich in seiner Zeit – nach den Wirren der französischen Revolution und der Säkularisation – fast eher wie ein historisches Relikt aus. Doch aus der Bedeutung des Orgelschaffens Bachs leitete sich für Mendelssohn ein für alle Zeiten unaufgebbarer Anspruch des Instrumentes Orgel ab, dem er nach Kräften Geltung zu schaffen suchte. In der Orgel-Sammlung „Cäcilia“, herausgegeben durch den von Mendelssohn eingesetzten Orgelprofessor des Leipziger Konservatoriums Carl Ferdinand Becker, dokumentiert sich der Weg der Bach-Schule bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts – angesichts dieser dreibändigen Sammlung kann man die Zeit zwischen Bach und Mendelssohn keinesfalls als tote Periode des Komponierens für die Orgel betrachten."
http://www.hfm-wuerzburg.de/veranstaltungen/...mendelssohn-2009.html
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Zitate zur katholischen Pfarrgemeinderatswahl am 7./8. Nov. in NRW:
„Wo die Kirche vor Ort nicht mehr angetroffen wird, da verliert sie ihre Sichtbarkeit und Greifbarkeit, da wird sie zur bloßen Behauptung. ... Seelsorge ist und bleibt eine Aufgabe, die im Wesentlichen vor Ort wahrgenommen werden will und ihre ‚Seele’ verliert, wenn sie entörtlicht würde.“ Jürgen Werbick: Warum die Kirche vor Ort bleiben muss, 2002
„Aus einer Gemeinde, die sich pastoral versorgen lässt, muss eine Gemeinde werden, die ihr Leben im gemeinsamen Dienst aller und in unübertragbarer Eigenverantwortung jedes einzelnen gestaltet.“ „Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland“ („Würzburger Synode“) 1971-75), Beschluss Dienste und Ämter 1.3.2 ++++++++++++++++++++
Der wohltemperierte Computer - Hörbeispiele der überholten Art?
"Die Tonleiter kommt uns eigentlich sehr "natürlich" vor. Von Alle meine Entchen bis zur Zwölftonmusik - uns Abendländern scheinen die sieben Grundtöne und die fünf dazwischen liegenden Halbtöne in die Wiege gelegt, ein anderes Tonsystem können wir uns gar nicht vorstellen. Und seit den alten Griechen, Stichwort "Sphärenmusik", sind die Abstände zwischen den Tönen, die Intervalle, ja auch alle irgendwie durch harmonische ganzzahlige Frequenzverhältnisse bestimmt, erinnert man sich dunkel."
http://www.hermode.com/html/hermode-tuning-examples_de.html
http://www.zeit.de/2002/15/Der_wohltemperierte_Computer (Artikel von 2002, sic!)
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Sehr bedenkenswert: Ära der Orgel als liturgisches Instrument zu Ende?
"Ist das nicht eine doch sehr stark von der Orgel her gedachte Sicht christlichen Lebens und vor allem Gottesdienstes? Von den ungefähr 2 Milliarden Menschen, die sich zur weltweiten Christenheit zählen, kommen mindestens 1,5 Mrd nie in den Genuss eines Gottesdienstes mit Orgelbegleitung. Sind deren Versammlungen trotz Wort und Sakrament dann weniger wert, ermangeln sie von vornherein des Hl. Geistes, sind ihre Kirchen - auch wenn sie aus Lehm oder Wellblech erbaut sind - kein Haus Gottes? Immerhin stellten die Israeliten ihre Bundeslade für mehrere Jahrhunderte in einem Zelt auf und die orthodoxen Kirchen verzichten bis heute auf Orgelmusik. Und selbst in unserem mitteleuropäischen Kulturkreis, in dem die ersten Missionare gegen 250 auftauchten, ist die Orgel erst nach 1500 zu größerer Verbreitung gekommen. Fazit: Auch wenn die hier Mitpostenden die Orgel aus unterschiedlichen Gründen lieben und schätzen, ist sie doch aus der Perspektive einer weltweiten und 2000 Jahren alten Christenheit ein regional (Europa und Nordamerika) und zeitlich (ab ca. 1500 bis ca. 2000?) begrenztes Instrument. Daran ändern auch die vielen Orgelbauten in den christlichen Kirchen Japans und Koreas nichts. Und so frage ich jetzt mal ganz provokativ an, ob es nicht einfach sein kann, dass die Ära der Orgel als liturgisches Instrument zu Ende geht und wir hier deren Untergang beklagen, an dem wir doch nichts ändern können. Gruß Gernot" (aus einem Orgelforum)
zum Beitrag "Gegen die Tyrannei der Orgel - 3 Thesen zur gottesdienstlichen Musik"
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Das gefühlte Nichts Vermutlich können sich Arbeitnehmer oder Ruheständler in durchaus gesicherten Positionen - und dazu dürfte ein recht großer Teil der Leserschaft dieses Online-Journals gehören - gar nicht der folgenden Form sozialer Kognition hingeben und die beschriebene Angst, Wut und massive Enttäuschung nachvollziehen. Kirchlich oder kirchenmusikalisch in der BRD Sozialisierte rekrutieren sich in der Regel (zumindest aber möchten sie dort affin erscheinen) im sog. Bildungsbürgertum. Einen Versuch ist es jedoch wert, diesen Perspektivwechsel der sozialen Art wenigstens während des Lesevorganges sinnentnehmend einzuleiten: "Andreas Täuber kämpft mit den Tränen. Seit 20 Jahren arbeitet er für den Versandhändler Quelle, nach dessen endgültigem Aus steht der 40-Jährige jetzt vor dem gefühlten Nichts. Schon seine Ausbildung hat er bei dem Fürther Unternehmen gemacht, dann nebenher studiert und sich bis zur Mitarbeiterführung hochgearbeitet. Seine Mundwinkel zucken vor Wut und Enttäuschung. "Es ist schlimm, dass so ein Unternehmen pleitegeht", sagt Täuber am Dienstag fassungslos auf dem Quelle-Gelände in Nürnberg. "Dabei sind uns die Kunden doch treugeblieben."" http://www.evangelisch.de/...quelle-mitarbeiter-vor-dem-nichts
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Die zu Halloween gekränkte protestantische Seele mag mit Luther-Bonbons und dergleichen einen Prozess aufzuhalten versuchen, der bereits etablierterweise zum Selbstläufer geworden ist und eine Eigendynamik entfalten konnte, die gewiss neidisch stimmen kann. Mittlerweile sind die Abwehrmechanismen gegenüber dem mehr oder weniger sinnfreien "Fest Halloween" etwas moderater geworden. So scheinen die paganen Opferrituale, bei denen wohl auch Erstgeborene herhalten mussten, nicht mehr so sehr die kirchlichen Abschreckungslitaneien zu beherrschen. Was steht oben auf dem Feuerlöscher: Ruhe bewahren! Also warum nicht Süßes (vielleicht Lutherbonbons?) herausrücken und gleichzeitig bekennen, dass einem das andere Fest doch wichtiger sei: "Wir hier feiern Reformationstag! Das ist nämlich ...". Das alles würde nur noch optimiert durch das freimütige Anstimmen von "Ein' feste Burg" oder die Beschallung des Vorgartens mit diesbezüglicher Musik.
"Ob ich Halloween also feiere, ist eine Frage der Verantwortung gegenüber den beteiligten Menschen, Kindern wie Erwachsenen. Ist es ein fantasievolles Spiel oder ist es ein Anlass, dümmliche Gruseleffekte zu inszenieren, die den Kindern Angst machen? Ist es nur wieder neuer Kommerz oder ist es ein fröhliches, kreatives Fest? Entscheiden Sie selbst! Das ist gute protestantische Tradition und wird der Tatsache gerecht, dass Halloween erst in seinem jeweiligen situativen Kontext sein wenn überhaupt religiöses Gepräge bekommt."
http://www.ekd.de/reformationstag/halloween/als_christ_feiern.html
Polit-Messias Barack Obama hin oder her (dieser besuchte übrigens mal eine von Kapuzinern geführte Schule in Jakarta): Die amerikanische Gesellschaft, falls man denn derart verallgemeinernd sprechen darf, verleiht dem ganzen Halloween-Spuk mittlerweile einige Reglements, die jedoch eher wieder auf die puritanische Verklemmtheit des Staatengebildes schließen lassen. (mpk)
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,658342,00.html
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Der Lotse geht von Bord
"Nach 27 Jahren an der Spitze der deutschen Sektion von "Radio Vatikan" geht die Ära des "Paters" zu Ende. Von Gemmingen erwarb den Ruf, auch Unbequemes auszusprechen. "Die Stimme aus dem Vatikan" sorgte zudem für die wohl beste Nachrichten-Website des Vatikans."
http://www.tagesschau.de/ausland/vatikan136.html
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Weihnachtliches Organistenfutter mit besonderer Buchbindung: "The Organist’s Great Big Christmas Book"
Organisten dürften spätestens jetzt mit ihrer Suche nach ein paar süffig-schmissigen Werken beginnen, die in der Gemeinde gut ankommen sollen. Viel Zeit zum Üben bleibt ohnehin nicht mehr, die Hochsaison steht vor der Tür. Die in der Überschrift genannte Sammlung dürfte unter diesen Aspekten sowohl den Gemeinden als auch den Musikern sehr entgegenkommen. Uneingeschränkt empfehlenswert?
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Neuigkeiten von SakralorgelWELT
1. Neue Version Hauptwerk 3.30 verfügbar
Die Version 3.30 von Hauptwerk bietet herausragende Verbesserungen und wichtige Änderungen:
- Microsoft Windows 7 und Apple MAC OS X 10.6 werden nun unterstützt.
- Sehr stark verbessertes Management der Polyphonie: Mit der gleichen Computerleistung ist es nun möglich, eine weitaus größere Anzahl von gleichzeitig klingenden virtuellen Pfeifen zu spielen. Die Prozessorauslastung wird im Vergleich um bis zu 50% gesenkt! Dies ermöglicht die Verwendung von größeren Orgeln bzw. von Orgeln mit längerem Nachhall auch auf nicht sehr leistungsstarken Systemen. In besonderem Maß profitieren davon die Free Edition und Basic Edition, da die (weiterhin vorhandenen) Beschränkungen auf 256 bzw. 1024 gleichzeitige Stimmen deutlich weniger zum Tragen kommen.
- ACHTUNG! Sehr wichtig! Da die verbesserte Leistung die maximale Polyphonie der Basic Edition quasi verdoppelt, hat der Hersteller "im Gegenzug" die Größe des freigegebenen RAM-Speichers auf 3 GB (bei der Basic Edition) beschränkt. Dies bedeutet, dass für ein Sampleset, unabhängig von der Ausstattung des Computersystems, bei der Basic Edition nur noch maximal 3 GB zur Verfügung stehen. Bisher nutzte die Basic Edition den gesamten zur Verfügung stehenden Speicher. Die Advanced Edition bleibt weiterhin ohne Beschränkung.
- Nutzer der Basic Edition sollten daher unbedingt vor dem Update prüfen, ob ein verwendetes Sampleset mehr als 3 GB RAM verwendet und ggf. testen, ob entsprechende Sparmaßnahmen (Lossless compression, 16 statt 24 bit, Multiple Loops deaktivieren, einzelne Register deaktivieren..) zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Dieses Update ist kostenlos zum Download erhältlich. Alternativ kann das Update auf DVD zugesandt werden (s. Online-Shop). Für alle Nutzer der Versionen 1 und 2 bietet sich nun eine gute Gelegenheit, auf Hauptwerk 3.30 zum Sonderpreis aufzurüsten. Allen Besitzern der Hauptwerk 3 Basic Edition, welche die neue RAM-Beschränkung vermeiden möchten, ist das unkomplizierte Upgrade auf die Advanced Edition zu empfehlen.
2. Samplesets für Hauptwerk
- Die Ausbaustufe 3 des Samplesets der Hinsz-Orgel von Milan Audio ist nun erhältlich und komplettiert die Orgel auf 55 Register (zeitlich begrenzter Einführungsrabatt von 10%).
- Noch bis zum 15.11.09 läuft die Einführungsaktion zum Sampleset der Trost-Orgel Waltershausen von OrganArt Media (690,- € statt 790,- €). Bestandskunden, welche bereits ein Sampleset von OrganArt Media besitzen, erhalten während der Einführungsphase einen Sondernachlass in Höhe von 30,- €.
3. Vorschau auf die neue Johannus Symphonica 35
- Mit einem modernen Design und vielen technischen Neuerungen (unter anderem Impulshall) zieht die neueste Entwicklung von Johannus, die "Symphonica 35", bereits jetzt die Aufmerksamkeit auf sich. Einen kleinen "Vorgeschmack" erhält man auf der holländischen Webseite von Johannus. Genauere Informationen folgen in Kürze.
http://www.sakralorgelwelt.de/hauptwerk/index.html
++++++++++++++++++++ Pfeife in weiser Voraussicht versteckt?
Der Orgelbau Klais soll die 1880 gebaute Weigle-Orgel (IIP/12) der Schwäbisch Gmünder Johanniskirche wieder richten - und dazu findet er geradewegs ideale Voraussetzungen vor:
"Was der Zahn der Zeit nicht zerstörte, fiel den Kriegsereignissen zum Opfer. Schon 1917 gab es eine Verordnung, nach der die Zinnpfeifen abgegeben werden mussten. Das betraf alle Pfeifen im Orgelprospekt. Später wurden sie durch Pfeifen aus weniger edlem Material ersetzt. Jetzt werden wieder Zinnpfeifen eingebaut. Hilfreich für diesen Teil der Restaurierung war der Einsatz eines unbekannten Zeitgenossen 1917. Der hatte eine Originalpfeife vor dem Abtransport verschont, sie ausgebaut und zwischen den Holzpfeifen versteckt."
http://www.gmuender-tagespost.de/449295/
http://www.schwaebisch-gmuend.de/1886.php
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