Journal für Orgel, Musica Sacra und Kirche
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Ein nicht nur empfundener Klimawandel sei hier dokumentiert. Ja richtig, dieses Bild soll zum Nachdenken anregen! Es wurde kurz vor dem ersten Advent in einem Garten aufgenommen. Dennoch oder gerade deswegen:
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gelingendes Jahr 2010!
Aus aktuellem Anlass: Mal ganz im Ernst, das Orgelforum ist ein Werbeforum. Entschuldigung, was sollte es denn sonst sein? mehr (mit neuen "Best of Orgelforum")
Verschiedene Updates: Noten/Kostenfrei - Gotteslob - Trost-Orgel - Best of HW
"Die Templer-Orgel in Witten: Gestern war ich also in Witten zur Weihe der neuen Marienorgel. Beim Kauf [sic!] der Festschrift, welche auch den Ablauf der Liturgie beinhaltet, war ich zunächst angenehm überrascht, daß sämtliche Texte inkl. der Lesungen in lateinischer Sprache abgedruckt waren." mehr (Weiteres s.u.)
36-Minuten-Video: „Der Albert Schweitzer-Biograph Nils Ole Oermann über Schweitzers Leben der Höhen und Tiefen und seinen unbeugsamen Willen.“ mehr
Martin Hruschka/Berlin spielt J. S. Bach (via Hauptwerk) zu Weihnachten: Pastorale in F-Dur/BWV 590 (Download 19,6 MB) "Vom Himmel hoch" (Download 10,6 MB) (Partita: 1. Choral: BWV 248, Nr. 9 - 2. BWV 701 - 3. BWV 606 (Orgelbüchlein) - 4. BWV 700 - 5. BWV 738 - 6. Choral: BWV 248, Nr. 17) Anm. d. Red.: Respekt und Applaus! Das fehlte noch: Seniorennachmittag "Wir sind der harte Kern, die Treuesten des Herrn, und gibt es uns mal nicht mehr, dann sind die Kirchen leer." (aus: Anzeiger für die Seelsorge - Zeitschrift für Pastoral und Gemeindepraxis 11/2009)
Ein narrativer Lehrgang der ungewohnten Art: "Einfach spielen! Anstiftung zur Improvisation" von Peter Ewers: Auf der Januarseite war bereits diese neue Orgel-Improvisationsschule angekündigt worden. Eingedenk der Tatsache, dass mit diesem Terminus das opulente Werk von 335 Seiten kaum treffend zu bezeichnen ist, darf mit Recht vermutet werden, dass das Buch alle Chancen besitzt, in der Organistenszene zum Klassiker zu werden. Lassen wir kurz den Autor zu Wort kommen: "“Einfach spielen” versucht dabei eine Lücke zu schließen zwischen den oft an simplen und wenig befriedigenden Kadenzmodellen orientierten Improvisationsschulen einerseits und sehr komplexen, meist mehrsemestrig angelegten klassischen Schulen für den Hochschulgebrauch." Da ich eher zu den analogen Lesern gehöre, habe ich meinem Drucker (mit den nachfüllbaren Schwarz-Patronen!) das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, nachdem er sich exzessiv an diesem eBook von "Einfach spielen" abgearbeitet und einen Riesenstapel produziert hatte. Die vielen Blätter schaffen allerdings Raum für Notizen und die Möglichkeit, die zahlreichen Notenbeispiele einmal auf dem Klavier oder der häuslichen Orgel zu exerzieren. Insofern wäre das Hardcover (Kann man auch Buch sagen?) die bessere Alternative gewesen. Dieses erscheint jedoch erst im Januar. Eines steht für mich jetzt bereits fest: Dieser instruktive Leitfaden wirkt sehr reflektiert, erstaunlich integrativ, intrinsisch motivierend und vor allem narrativ. Kurzum - eine spannende Lektüre! Und genau das passt auch zu dem, was mir einst ein Priester des Erzbistums Paderborn erzählte: Die musikalisch Interessierten im Theologenkonvikt der Domstadt freuten sich stets darauf, wenn Peter Ewers den damaligen Domorganisten vertrat. O-Ton: "Das war einfach sehr viel spannender!" (mpk) mehr
Vorleser.net: Weihnachtsgeschichten, Märchen und Gedichte als kostenlose mp3-Hörbücher mehr
Nachwuchs im Hause Gerben Mourik: Herzlichen Glückwunsch! mehr
Video: "Die Sanierung der Hauptkirche St. Michaelis ist abgeschlossen, die Orgeln und das Fernwerk sind wieder einsatzbereit - Fast ein Jahr lang hatte die Kirchenmusik in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis Generalpause, denn der Innenraum des „Michels“ wurde umfangreich saniert und restauriert. Nun ist es vollbracht und die alte Pracht des Kirchenraums erstrahlt in neuem Glanz. Zu dieser Sanierung maßgeblich beigetragen haben viele private Spender, wie es in der kunstsinnigen Hansestadt seit Jahrhunderten Bürger-Tradition ist. Die Sanierung des Michels, der mit der Dresdner Frauenkirche zu den bedeutendsten Barockkirchen des Protestantismus zählt, hatte 26 Jahre gedauert und rund 33 Millionen Euro gekostet, davon entfielen mehr als 2 Millionen Euro auf die Orgel-Instandsetzung." mehr
"Auslandspraktikum von Johannes Hüfken: Johannes Hüfken berichtet von seinem achtmonatigem Auslandspraktikum bei "Harrison & Harrison Organbuilding" in Durham, England. Das Praktikum ging von Februar 2006 bis September 2006.Sonntagmorgen, die Glocken läuten. Doch nicht etwa wie sonst in Europa, sondern ausgebildete Glockenläuter lassen die Glocken nach einem mathematischen System in verschiedenen Melodien erklingen. Sie laden mich zum Gottesdienst in die ehrwürdige normannische Kathedrale von Durham ein, die im 11. Jahrhundert auf Grund der dort begrabenen Gebeine des Heiligen St. Cuthbert erbaut wurde. Eine Orgel spielt leise im Hintergrund schon ca. 20 Minuten vor dem Gottesdienst. Diese Orgel wurde von der Firma Harrison & Harrison gebaut." mehr 
Orgel & PC: Daniel Cook spielt an der Orgel der Kathedrale zu Salisbury/UK. Wenigstens mittelbar, denn das alles geschieht auf virtuelle Weise: Die berühmte Father-Willis-Orgel aus 1876 (65 IV/Ped.) ist von dem Amerikaner Brett Milan digital aufgezeichnet worden. Nicht nur jede Pfeife wurde mit drei verschieden Raumabklängen (je nach Anschlag) aufgenommen, selbst die in der Kathedrale üblichen Hintergrundgeräusche hat er in gesonderter Weise digitalisiert. Man könnte freilich auch "gesamplet" oder "gesampelt" dazu sagen (beides ist lt. Duden erlaubt!). (mpk) mehr
Guilmant - Lift up your heads
Bach - In dulci jubilo (from the Little Organ Book)
Bach - In dulci jubilo
Bairstow Evening Song (featuring the historic bell tower!)
Daniel Cook - Improvisation
"WaveLab Essential 6 ist eine hochwertige Sammlung essentieller Audio Editing Tools für Musiker, Homestudio-Besitzer und Podcast-Autoren. Das komplett überarbeitete WaveLab Essential 6 bietet umfangreiche Funktionen für die professionelle Bearbeitung von Audiomaterial und das Brennen von CD/DVD zu einem äußerst günstigen Preis. Die integrierte Podcast Funktionalität kombiniert Editing-, Restoration- und Mastering-Tools mit Internet Publishing Features." Diese Werbeaussagen klingen recht vollmundig, halten jedoch ihr Versprechen. Vielseitig und vor allen Dingen recht intuitiv anwendbar lautet hier das Testurteil: Die 85 € haben sich im Gegensatz zu dem kostenfreien "Audacity" auf jeden Fall gelohnt, da hier ab der ersten Minute in schier endlos verfügbaren Formaten gearbeitet werden kann. Analysen vorhandener Aufnahmen sind damit ebenfalls möglich. (mpk) mehr
Zur Weiterführung des Hausorgel-Experimentes via Hauptwerk: Der musikalische Spaß "George Frederic Handel's Christmas pudding" soll von der Spielfreude mitteilen, die durch eine neue Klangbibliothek ermöglicht wurde. Digitale Technik in 24bit-Qualität macht's im Zusammenspiel mit ordentlichen Speichergrößen (über 1,6 GB) und einer guten Software für 12 Register möglich. Es ist das, was man sich als Organist für das eigene Heim eigentlich - außer einem Pedal-Flügel/Cembalo - vorstellen mag. Ein Blindtest für Ungläubige wäre angebracht. mehr
Kirchen gewinnen vor Gericht: "Das Bundesverfassungsgericht hat den Schutz der Sonn- und Feiertage in Deutschland deutlich gestärkt. In einer Grundsatzentscheidung warnte das Gericht ..." mehr
Was bekommt ein Organist zum Nikolaustag geschenkt? Die Vision des Späten gepaart mit dem Enthusiasmus des Frühen Update Richtig, eine Orgel-CD. Klar, Orgelnoten wären auch okay gewesen. Aber die Muße soll in einer Zeit nicht zu kurz kommen, in der die tannengrünen Sternstunden des Organisten- und Chorleiterdaseins bevorstehen. mehr Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, den Weihnachtsmann zu ignorieren. "Wir brauchen nicht den bärtigen, alten Mann im roten Filzkostüm, den Weihnachtsmann, den die Industrie erfunden hat, um an unser Geld zu kommen", sagte Marx dem Radiosender Bayern2 laut einer am Freitag vom Erzbischöflichen Ordinariat vorab verbreiteten Mitteilung." (ddp)
Zur neuen Wittener "Marienorgel" der Fa. Siegfried Schmid aus Immenstadt/Allgäu (58 IV/Ped)
Eine bemerkenswerte Episode gibt es hier zunächst zu berichten: "1860 erhält die Kirche eine Orgel aus der Werkstatt des Orgelbauers Somreich zu Cöln. Diese Orgel wurde im Jahre 1876 "unbrauchbar" gemacht, als man die Kirche mit den Altkatholiken teilen sollte." mehr
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zur neuen Wittener Schmid-Orgel mehr
Photos der "Marienorgel" und deren Kirchbau: Erste visuelle Eindrücke dieser Kirche vermitteln eine komplexe akustische Ausgangslage für den Instrumentenbauer. Schaut man sich die Baugeschichte des Gebäudes mal etwas genauer an, so dürfte die Enge des älteren Langhauses etwas besser zu verstehen sein. Dieses Langhaus besticht erst ab der opulenten Vierung des Kirchenbaus. Es erleichtert die komplexe Aufgabe des Orgelbauers keineswegs, die dann bedeutet, weitere Asse aus dem Ärmel zu ziehen. Ob das Werk insgesamt gefallen kann, mag hier nach allerersten und zurückhaltend-adventlichen Höreindrücken nicht beurteilt werden. Beeindrucken konnte jedoch bereits jetzt sowohl die angelsächsische Tuba als auch die Kunst des Hausorganisten. Einzig die Vatikan-Fähnchen an der Empore und das Templerkreuz an der Orgel ließen etwas verwundern. Letzteres mag dem Titulaire Christian Vorbeck jedoch von Herzen gegönnt sein, da er sich diesem Orden verbunden weiß. Der Bezug zur vatikanischen Girlande dürfte gleichwohl schwerer herzustellen sein, da der Bischof von Rom doch im Gegensatz zu Mitgliedern des Templersordens kaum als Mäzen des millionenschweren Orgelneubaus in Frage kommen dürfte. (mpk) mehr
Halle: Neue Töne im Riebeck-Stift - Nach der Sanierung erklingt die Rühlmann-Orgel in der Kapelle wieder zu Konzerten und Andachten mehr
Orgel und Macht - Heroisch-martialische Prospektgestaltungen: Es bedarf der Erwähnung, dass das Äußere der Nürnberger Kongresshallen-Orgel der Fa. Walcker zumindest auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit dem neuen Instrument der Duisburger Mercatorhalle oder gar der zukünftigen Acusticum-Orgel besitzt. Recht vermessen wäre es, in Gänze anzunehmen, dass das Rad der Prospektgestaltung stets neu erfunden würde. Des Weiteren drängt sich die Frage auf, welche mehr oder minder zufälligen phänomenologischen Ähnlichkeiten denn noch bestehen könnten? Zumindest angesichts des Acusticum-Orgelprojektes dürfte der Diskussionsraum des Totalitarismus berührt sein. Freilich muss man schon die diesbezügliche Diskusssion kennen, um mitreden zu können. Dass das Objekt Orgel nicht nur im Liturgischen als lautstarkes Machtvehikel dienen kann, hatte sich bereits sehr früh herumgesprochen. Oder liegt hier gar nur ein L’art-pour-l’art-Phänomen vor? Man kann sich kaum entscheiden, was schlimmer wäre. (mpk)
Michael Gassmann: Ode an die Orgel - Kein Musikinstrument eignet sich besser zur Machtentfaltung. Wer die Orgel spielt, beherrscht Himmel und Erde. mehr
Update Editorial Jahresende 2009 "Das Kreuz mit dem Kruzifix, der Campingplatz und das verbotene Weihnachtsfest" mehr
Ohne ihn kein Weihnachten: "In wenigen Tagen wird das mit Spannung erwartete Buch »Ein Jesus für Juden und Christen« des Baruch Ignatius Rabinowitz ausgeliefert. 1973 in Moskau geboren, studierte er Theologie, Judaistik und Journalismus in Dänemark, Ungarn, Israel, Deutschland und den USA. 1998 wurde er in Israel zum Rabbiner ordiniert und amtierte in mehreren Gemeinden in den USA und in Deutschland. Nachdem Rabinowitz sich von der traditionellen Form des Judentums distanzierte, fand er als christlicher Universalist sein Zuhause in der freien katholisch-apostolischen Kirche und wurde 2009 in Edinburgh zu Priester geweiht. International hält er Vorträge zu grundlegenden Fragen der Theologie, dabei insbesondere der jüdischen und christlichen Mystik." mehr
Hans Küng: Der Bischof aus Rom und die Anglikaner: "Es ist ein Trauerspiel: Nachdem Papst Benedikt XVI. bereits Juden und Muslime, Protestanten und Reformkatholiken vor den Kopf gestoßen hat, ist nun die Anglikanische Gemeinschaft an der Reihe. Sie umfasst immerhin 77 Millionen Mitglieder und ist nach der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche die drittgrößte christliche Konfession. Was ist geschehen? Nachdem Benedikt schon die reformfeindlichen Piusbrüder wieder eingemeindet hat, möchte er nun die gelichteten römisch-katholischen Reihen auch noch mit anglikanischen Rom-Sympathisanten auffüllen. Sie sollen leichter zur katholischen Kirche übertreten können. Wobei anglikanische Priester und Bischöfe ihren Status behalten sollen, auch als Verheiratete. Traditionalisten aller Kirchen, vereinigt euch – unter der Kuppel von St. Peter! Siehe da: Der Menschenfischer fischt am äußersten rechten Rand. Aber die Wasser dort sind trübe." mehr (nur für kurze Zeit)
Hans Henny Jahnn - Verstörend über den Tod hinaus: "Homoerotik und Zivilisationskritik, Jugend und Hässlichkeit, Inzest, Eifersucht und Tod sind die wiederkehrenden Themen seines Werkes. Etwa in seinem Roman "Perrudja" oder dem Antikendrama "Medea". Jahnn erarbeitet eine neue, ungewöhnliche Fassung der antiken Tragödie. Mit seiner 1926 veröffentlichten Version entführt Jahnn den Leser in eine archaische Welt fern unserer Kultur der Aufklärung. Im Unterschied zum Mythos ist seine Protagonistin nicht nur alt und grausam. Medea ist eine Schwarze, eine Afrikanerin." mehr

