Journal für Orgel, Musica Sacra und Kirche
Verbrauchertipps zu Hauptwerk-Samplesets
Es sei aus gutem Grund darauf hingewiesen, dass diesen Mini-Reviews keine Gratissets der Hersteller zugrunde liegen. Die andernorts multiplizierten Gefälligkeitsbesprechungen (auch mancher schadlos gehaltenen Beta-Tester und/oder Multiplikatoren) sollen somit - im Sinne einer integren Userinformation - nachhaltig ergänzt werden, zumal viele Sets auch nur ohne Rückgaberecht gekauft werden können. Leider kann man sich nicht gänzlich des Eindrucks erwehren, dass es bei einigen Samplesetfirmen ungeachtet aller idealistischen Beteuerungen auch zuvörderst um das liebe Geld geht. Das ist insbesondere dann wenig verständlich, wenn Werbeanspruch und Produktwirklichkeit auseinanderklaffen. Gleichwohl mag betont werden, dass im Gegensatz zu einer sog. Digitalorgel die Klangqualität häufig schlicht um Längen übertroffen wird.
Milandigitalaudio.com vermochte auch angesichts der recht hohen Preislage immer noch nicht qualitativ zu überzeugen. Dieser Umstand gilt leider auch insbesondere nach dem Testen des sog. Salisbury-Willis-Sets, das - wie ein User schrieb - einen gewissen "Kathedral-Kitsch" fördert, der klanglich durchaus als etwas steril bezeichnet werden kann. Zwar sind die Sets dieser Firma im Laufe der Zeit immer wieder ein klein wenig besser geworden und die Releasemarker gut eingestellt, doch werden sie den bunt animierten Werbesprüchen nicht ganz gerecht. Zweifelsohne übertrifft der von Brett Milan angebotene Sound jedoch das Klangbild von Digitalorgeln um Lichtjahre. Im Gegensatz zu den anderen HW-Samplesetherstellern vertritt er ein Klangideal, das mit der Überschrift "Raum mit Orgel" zu beschreiben wäre.
Sonusparadisi.com wirkt mit den Sets recht attraktiver Orgeln sehr interessant, besitzt ein superbes Denoising, arbeitet jedoch z.B. hinsichtlich der Releasemarker nicht sauber genug. Sensible User monierten auch immer wieder nicht simultan an- und absprechende Töne. Hier fehlt die notwendige Investition von Sorgfalt. In der Regel spielt man häufig bei den Wet-Sets ein paar Töne und weiß sofort angesichts der hier und dort unstimmigen Hallfahnen, dass "da etwas nicht stimmt". Ein User zum Caen-Set: "Hört sich an wie HW1!" Momentan werden viele Sets von Jiri Zurek überarbeitet. Über die Dry-Versionen könnte man sich allesamt jedoch grundsätzlich positiv äußern. Eine Bemerkung am Rande: Wenn es den von Hauptwerk & Co. behaupteten Dokumentationscharakter von Klangbibliotheken gibt, dann wäre er sicherlich mittels der "sehr trockenen" Aufnahmen in unmittelbarer Pfeifennähe gegeben.
Überarbeitung des Abschnitts Sonusparadisi.com in Vorbereitung
Vorab ein paar subjektive Eindrücke zu Sonusparadisi.com angesichts des neuen Sets Velesovo: Must have wäre vielleicht noch untertrieben. So sehe ich es mittlerweile, nachdem ich es jetzt immer wieder getestet habe, auch im sofortigen direkten Kontrast zu vergleichbaren hochpreisigen Orgeln wie "Engelfried" oder "Bosch-Schnitger" von OrganART Media. Dabei musste ich feststellen, dass in einigen Disziplinen sogar diese Sets übertroffen wurden, und das liegt nicht nur am offensichtlich einnehmenden Klang des realen Instrumentes von Tomaz Mocnik. Ich habe nach dem Spielen mit diesem unverschlüsselten Set den sehr starken Eindruck, dass es den Sampleset-Markt völlig neu aufstellt. Für möglich hatte ich das nicht mehr gehalten und war entsprechend skeptisch. In dem neuen Velesovo-Set von Sonusparadisi.com ist jede Menge Qualität vorhanden, die ich zuvor nur in den hochpreisigen, aber leider nicht durchgängig verwendbaren Sets von OrganART Media sah. Fast hat man den Eindruck, dass das Set "auswärts" konfiguriert wurde. Aber im Ernst: Ich sehe hier einen echten Lernfortschritt, gepaart mit dem ehrgeizigen Bemühen, eine Vorrangstellung in diesem Nischenmarkt zu erreichen. Das scheint auch wohl zu gelingen. Hingegen verfügen offensichtlich andere überarbeitete Versionen von Sonusparadisi-Sets noch nicht über diese Qualität, da sie auch nicht "in einem Guss" wie das Velesovo-Set erstellt wurden. Es ehrt Jiri Zurek jedoch, überhaupt die Überarbeitung von Sets in Angriff genommen zu haben. Erstaunlich ist nicht nur die Register-Preis-Relation von 8.9 EUR lt. der niederländischen Seite PCorgan.com. Auf dieser Orgel ist vieles möglich, sie als "barock" zu bezeichnen, wäre etwas arg zu kurz gegriffen. Jetzt ist nicht nur der Manualumfang bis g''' gemeint! Kurzum: Eine alltagstaugliche Orgel mit Charakter gibt es hier zu spielen. Allein Gemshorn, Quintathen und Viol di gamba 8' sind ein himmlisches Vergnügen. Eine Frage bleibt jedoch: Lässt sich Sonusparadisi resp. Jiri Zurek erneut auf eine weitere zeitgenössische Orgel mit dieser Samplesetqualität ein?
OrganART Media.com gilt als teure Adresse. Die Sets dürfen lediglich privat genutzt werden. Probleme mit Nebengeräuschen gerieten in den Vordergrund. Unregelmäßigkeiten wurden zum Teil noch nicht korrigiert: Beispiel 1 Beispiel 2. Die Auswahl der Orgeln wirkt recht unglücklich einseitig. Die Lizenzbestimmungen sind ebenso umstritten wie die - angesichts des behaupteten "authentischen" Dokumentationscharakters der Sets - uneinheitlichen virtuellen Extensionen (Problem: Manualumfang), die nur wenige Sets als alltägliche Übeinstrumente nutzen lassen. Viele OrganART Media-Sets betonen das Nahfeld der Orgel, um eine Klangverschmelzung, die sich erst im Raum entfaltet, mit einem praxisorientierten Höreindruck am Spieltisch zu verbinden. Der Hersteller bietet eine Rückgabe der Sets bei Nichtgefallen an. In diesem Falle sind 15 € Gebühr zu entrichten. Damit können die virtuellen Orgeln bei vollem Funktionsumfang bis zu 14 Tage getestet werden.
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Neue, besondere und preisgünstige Sets
Erste Tests mit dem neuen Demo-Velesovo-Set von Sonusparadisi.com versprechen eine Qualitätssteigerung, die hier Beachtung finden muss. Die in dem vollen Set abgebildete Orgel besitzt insgesamt 38 Register auf zwei Maualen und Pedal. Tomaž Močnik hat sie in der Klosterkirche Velesovo zu Adergas/Slowenien im barock-mitteldt. Stil à la Zacharias Hildebrandt im Jahre 2007 erstellt. Der Hauptwerkmarkt könnte hier mit einem relativ günstigen Set (340 EUR/abzgl. evtl. Rabatte) einer voll alltagstauglichen und zugleich charaktervollen Orgel bei offensichtlich guter Qualität korrigieren und bereichern. Kurzum: Jiri Zurek zeigt sich hier offensichtlich lernfähig und kooperativ, denn zuletzt hatte es im anglo-amerikanischen Hauptwerksforum doch hin und wieder kritische Anmerkungen hinsichtlich des letzten Schliffs seiner Sets gegeben. Zureks Handeln - auch in Form von Überarbeitungen älterer Sets - darf als vorbildlich gewertet werden, da der Nischenmarkt Hauptwerk nicht gerade verwöhnt ist: Manche Samplesethersteller reagieren auf Userkritik in der Regel wenig kundenfreundlich bis gar nicht.
Der Konzertorganist Martin Kondziella, der das volle Set getestet hat, schrieb Folgendes im Sakralorgelforum: "Ziel war eine ideale Bachorgel zu schaffen. Dazu hat man sich vor allem an Zacharias Hildebrandt angelehnt. Das Ergebnis ist offenbar sehr gelungen. Da ich die Freude hatte, einige Stücke als Demo für dieses Set aufzunehmen, habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt. Selten habe ich eine Orgel erlebt, auf der das Spielen von Bachs Werken so viel Freude macht. Das Sample Set wird in Wet und Surround angeboten. Die Frontkanäle der Surround-Version entsprechen der Wet-Version, die Rear-Kanäle sind wirklich aus deutlicher Entfernung aufgenommen. Alle Klangfarben sind ausgesprochen ausgewogen, die Orgel klingt mild strahlend, in den Plena und mit Zungen dann voller Gravität. Das Denoising des Samplesets ist herstellertypisch perfekt, die Releasemarker sind bemerkenswert präzise. Der Raum hat einen angenehmen Nachhall, der im Sampleset sehr schön abgebildet ist."
- zu den Hersteller-Details mit Demos ...
- Diskussion in Sakralorgelforum.de (s. Hauptwerk: "Bach-Orgel" aus Slowenien)
- zwei MP3-Momentaufnahmen
- gute MIDI-Aufnahme
- Notiz zum Orgelbaubetrieb Tomaž Močnik
Die von Peter Ewers entworfene Stieghorster Baumhoer-Orgel (bei Bielefeld/NRW) ist nun komplett mit allen mittlerweile gewohnten Zutaten (Multireleases, Noises ... auf 24-bit-Niveau) als HW-Set bei Pipeloops.com zu 125,- € erhältlich. Peter Ewers nahm die Samples auf und Dr. Reiner Suikat richtete sie als HW-Set ein. Dabei fielen bereits bei den allerersten Demos sauber abgestimmte Releasemarker auf. In der Tat stellt dieses Instrument eine innovative Rarität auf dem Markt der zeitgenössischen Orgeln mit kleinerer Registeranzahl dar. Die im Netz abrufbaren Demos sowohl der realen Orgel als auch der virtuellen Version wirken nicht nur höchst attraktiv, auch der "Klang-Ambitus" dieses Instrumentes erstaunt angesichts der geringen Registerzahl in einem Höchstmaße. Die wohldurchdachten virtuellen Transmissionen und Extensionen erweitern den Einsatzbereich dieses Kleinods als insgesamt preiswerte und individuelle Übeorgel erheblich. Angesichts der liberalen Pipeloops-Lizenzbestimmungen erscheint es medial vielseitig einsetzbar. Zudem ist festzustellen, dass mit diesem Set endlich ein qualitativ gut gearbeitetes zeitgenössisches und zugleich "historisch informiertes" Instrument zur Verfügung steht und die historistische Einseitigkeit des HW-Marktes aufbricht. zu weiteren aktuellen Informationen und MP3-Demos
Das Pipeloops-Set einer neobarocken und zugleich die Vorgängerin in gewissem Maße rekonstruierenden Führer-Orgel von 1979 ist geplant (ehem. Zisterzienser-Klosterkirche Riddagshausen bei Braunschweig). Auffällig ist die enorm lange Nachhallzeit des Kirchengebäudes ("The church has reverberation about 10-12 seconds in deep frequencys.") mehr
Prospectum.com hat die bekannte Holzhey-Orgel von St. Peter und Paul in Ravensburg-Weißenau (3 Manuale + Pedal, 41 Register) aufgenommen: „Um die imposante Akustik in St. Peter und Paul einzufangen, haben wir uns die Mühe gemacht, drei Release-Samples pro Ton aufzunehmen. Hierbei kam eine Neuentwicklung aus unserem Hause zum Einsatz: Die SampleTimer(C)-Technologie, mit der die Release-Samples bereits zum Aufnahmezeitpunkt derart optimiert werden, dass die Raumakustik mit "nur" drei Releasesamples pro Ton maximal gut angenähert werden kann. Insgesamt wurden für die virtuelle Holzhey-Orgel über 200GB an Daten aufgezeichnet, die jetzt auf die weitere Bearbeitung warten. ... Weiterhin wollen wir uns - dem vielfachen Wunsch unserer Kunden Rechnung tragend - an einer "fotorealistischen" GUI für die Holzhey-Orgel versuchen. Ziel ist dabei, eine Benutzeroberfläche zu erstellen, die dem Instrument sowie unseren Ansprüchen an Qualität und Ästhetik gerecht wird. ... Die Veröffentlichung der virtuellen Orgel soll natürlich baldmöglichst geschehen, Priorität hat jedoch die Qualität des Instrumentes.“
Kritisches aus Sakralorgelforum.de: „Das ist überhaupt ein Punkt, der mich oft bei den Sampleset Anbietern stört: Es wird zu wenig an Updates gearbeitet. Da gibt es Sets, die zum Teil bereits viele Jahre auf dem Markt sind, deren kleine oder größere Macken aber nicht behoben werden. Das finde ich schade und verbesserungswürdig.“ „Die Set-Produzenten sollten gerade bei Produkten in diesem Preisbereich Kundenservice doch ewas ernster nehmen und nicht nur das nächste Orgelset im Auge haben.“ ++++++++++++++++++++ „... Vielleicht besteht eine weitere Vision darin, einen Markt mit gebrauchten Sample-Sets zu etablieren. Wir alle entwickeln uns bei einer begrenzten Finanzkraft in Bezug auf Geschmack und Vorlieben weiter. Außerdem besteht die Gefahr, daß man sich bei virtuellen Orgeln in einem weit stärkeren Maß „müde“ hört als bei realen Orgeln. Deshalb bin ich übrigens froh, z. B. für die gleichen Stücke zwischen Caen und Metz wechseln zu können. Gegen eine solche Idee wehren sich die Anbieter derzeit mit Händen und Füßen. Würden sich aber alle zunächst einmal dem Dongle-Schutz-Verfahren anschließen, wäre das Problem mit unauthorisiert kursierenden Kopien vom Tisch. Ein solcher „zweiter“ Markt würde erfahrenen Hauptwerkern Luft verschaffen und angehenden Hauptwerkern den Einstieg erleichtern, und das käme wiederum in Form eines belebteren „ersten“ Marktes direkt den Herstellern zugute. Was mir nämlich nicht behagt, ist das System einer von diversen Anbietern von Hardware und Software, von „Hochglanz“-Rezensenten und von finanziell überdurchschnittlich gut ausgestatten Kunden, die allesamt gelegentlich bis zum Rang eines Gurus aufsteigen können, dominierten „geschlossenen“ Hauptwerk-Gesellschaft“. Es gibt ja schon jetzt nicht ohne eine Menge freeware-Downloads, die, so interessant sie inhaltlich auch sein mögen, in Bezug auf ihre Tonqualität niemanden so recht verwöhnen oder auch nur zufriedenstellen können. Das ist in gewissem Sinne schon ein „zweiter“ Markt, der, sobald er zur finanziellen Alternative zu guten, aber zu teuren Sample-Sets mutiert, dem „ersten“ Markt wirkich schaden könnte. Ich meine, daß das Sammeln von Erfahrungen nicht viel zu teuer - im wörtlichen Sinne - werden darf. ...“ |
Virtuelle Dilemmata - Ein paar subjektive Anmerkungen zu einer verschwundenen CD und dem janusköpfigen Terminus "Live-Demo-Concert": Warum wurde die zweite Virtuelle-Pfeifenorgel-CD - im Gegensatz zur ersten OrganART Media-CD mit Fabio Mancini - durch den Organisten selbst vom Markt genommen? Die Bemerkung, dass man "handelseinig" wurde (offensichtlich mit dem Hersteller der virtuellen Orgel, nämlich OrganART Media), stimmt nachdenklich. Abgesehen von einer öffentlich auffindbaren kostenfreien Downloadseite der CD-Titel bei Box.net (Stand 26.07.2010) finden sich die kläglichen Reste ihrer einstigen regulären Existenz bei ... mehr
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Die Informationen dieser Seite sind ohne den Auditiven HW-Set-Wahrnehmungstest nicht oder nur recht wenig verständlich.
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Gedanken zu einer Software: Hauptwerk als Spaß für Männer in der zweiten Lebenshälfte mit reichlich Taschengeld? mehr
Gute und preisgünstige Sets weitere Favoriten-Darstellungen in Vorbereitung 1901 Binns-Orgel/OIC Haverhill (UK) - 40/III/P Erweitertes ("extended") Set - 58 Register/295 € Endlich ist ein Set auf dem Markt, das sehr vielen Ansprüchen gerecht wird. Hier fallen vielseitige Verwendbarkeit bei gleichzeitig deutlicher Individualität und ein hoher technischer Standard mit einem Preissegment zusammen, das einfach nur erstaunt: 40 Register für 225 Euro. mehr Eines sei im Vorfeld deutlich gesagt: Viele Fachleute hatten mir von dem Vorhaben intensiv abgeraten, in meinem Haus eine Hausorgel via Hauptwerk spielen zu wollen. Nicht, weil Hauptwerk nicht dazu in der Lage wäre, nein, weil es einfach nicht klingen könne. Mein Beharrungsvermögen blieb jedoch unverändert, selbst nachdem ich das von mir favourisierte sog. trockene Sampleset an anderer Stelle testen durfte und es mir dort - ungeachtet der hochwertigen Monitore - überhaupt gar nicht zugesagt hatte. Die im Netz vorhandenen Demos überzeugten mich jedoch umso mehr. mehr
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Exemplarische Mini-Reviews
- 1844 Engelfried, Gönningen - organartmedia.com * interessante und individuelle historische Orgel mit relativ weitem Einsatzbereich * erweiterter Manual- und Pedalbereich * kluge Ökonomie hinsichtlich des RAM-/PCU-Bedarfs * gut dokumentierte Räumlichkeit incl. Nähe zum Klang * warme Flöten und Streicher im 8'- und 4'-Bereich (man spürt, dass Engelfried auf der Suche nach Neuem war) * sehr klarer, fast schon kühl-spröder Sound der gesamten Orgel * drei volle Releases * sehr gut verarbeitete Releasemarker (außer: Posaune 16') * Portato/Staccato-Abklänge der Streicher besser als beim OrganART Media-Set der Sauer-Orgel (Dortmund-Dorstfeld) * unschön und auf Dauer sehr demotivierend wirken einige - wohl originale - hohe Nebentöne in der ersten Oktave des Principal 8', die sich jedoch mit dem EQ beseitigen lassen * sehr starke tiefchorige HW-Mixtur, die man ohne Bedenken im Voicing etwas zurücknehmen kann, da sie wie die Zungenstimmen rekonstruiert wurde (1970) * historisch bedingt kein Tremulant bzw. Schwellwerk * ppp -> ff * Denoising gut * Patch (Nebengeräusche) im Pedal unzureichend * Pedaltöne zum Teil verstimmt
- 1793 Reis, Rabštejn nad Střelou (dry version) - sonusparadisi.cz siehe Hausorgel/Experiment
- 1741 Müller, Oosterwijtwerd - hauptwerk.nl * detailreich gesamplete einmanualige Orgel mit gut verarbeiteten Releases * angesichts des Gratis-Downloads eine wirkliche Empfehlung! * nicht erschrecken beim Anklang von Uhr, Kirchturm-Glocke und manchen Registerzuggeräuschen! * insgesamt etwas dumpf klingend (u.a. durch den "Cabinetorgan"-Typ und vermutlich ein klein wenig zu starkes Denoising bedingt)
- 1686/1720 Bosch-Schnitger, Vollenhove/Overijssel - organartmedia.com * erstes HW-Set mit von Beginn an bis zu drei realisierten Releases * sehr gutes Upgrade mit zwei bis drei Releases bei recht gut gesetzten Markern * gesamter Höreindruck bei überarbeiteter Version (mit der Funktion "compressed" RAM-Bedarf von 4,3 GB in 24-bit-Qualität bei 4-5 sec Nachhall) erstaunlich gut * Pedal-Zungen mit leichten Release-Lücken * Grundstimmen des Hoofdwerk zeigen im Bassbereich die Grenzen des HW-Samplings historischer Orgeln auf (Tipp: zusätzliche Traktur-Geräusche freischalten) * singend weicher Prinzipal 8' und edel surrende Trompete 8' (letztere ist ggf. auszugleichen durch virtuell rekonstruierte Vox Humana) * Denoising gut * bedauerlicherweise recht begrenzter Manualumfang, der die alltägliche Nutzung sehr einschränkt
- 'South Suffolk Organ' (composite sample set) + St Lawrence, Joseph Hart, Little Waldingfield + St Bartholemew, Father Willis, Groton - lavenderaudio.co.uk * ein guter und günstiger Einstieg in die Welt der HW2-Samplesets * gutes Sampling * (entwicklungstechnisch bedingt) durch Single releases im Staccato weniger befriedigend * wenig pägnanter Klang der realen Orgeln/typisch britischer Dorforgelklang * Preis-Leistungsverhältnis sehr gut * Demos siehe unter "C.S. Lang/Tuba tune in D major" + "L. Boellmann/Offertoire" mehr
- 1723 Frans Caspar Schnitger Organ, Duurswoude/Frisland - organartmedia.com * persönliches Orgeljournal-Statement: "Noch nie war ich mit einem Hauptwerk-Set so nah an der dokumentierten Klangquelle innerhalb des resonanzdefinierenden Raumes." * sehr begrenzter Einsatzbereich dieses einmanualigen Instrumentes * präsenter kerniger und virtuell hinzugefügter Subbas 16' einer anderen Orgel, um die Verwendbarkeit des Sets etwas zu steigern * Pedalkoppel nicht abschaltbar ("angehängt") * Rohrfluit 8' im Bassbereich sehr schwach * "extd. version Praestant: C-d3" * gut gewartete Orgel zum Zeitpunkt des Samplings
- 1854/1880 Ducroquet-Cavaillé-Coll, Aix-en-Provence - organartmedia.com * aufgrund der HW-Historie veraltet und mit überhöhtem Raumanteil (allererstes initiativ-innovatives Hauptwerk-Set mit mehreren, hier: zwei Releases) * als Übungsset schwerlich verwendbar * sehr eindrucksvolle Zungen * Denoising werkspezifisch recht unterschiedlich * auch nach Preissenkung unverhältnismäßig hoher Preis
- 1731 Silbermann, Reinhardtsgrimma - organartmedia.com * insgesamt gut * präsenter und äußerst klarer Sound * mittlerweile veraltet wirkend durch Einfach-Releases * sehr guter plastischer Raumeindruck * überhöhter Preis angesichts der Technik
- 1735 Silbermann, Freiberg (wet version) - sonusparadisi.cz * ein relativ gutes neues Set dieses Herstellers * absolut vorbildliches Denoising und frische Samples * mit bis zu vier Releases innovativ * Releasemarker-Feinabstimmung und An- und Absprache der Töne allerdings nur ausreichend * laute Zungen gemäß dem Original * bedeutende Orgel einer sehr interessanten mitteldeutschen Orgelbauphase (zeitgleich: Silbermann-Orgel der Dresdner Frauenkirche)
- 1721 Arp/F.C. Schnitger, Zwolle (wet version) - sonusparadisi.cz * insgesamt unzureichende zwei Releases angesichts des großen Raumes * reicher Registerfundus auch zum teilweisen Laden * 32'-Zunge im Pedal * vorbildliches Denoising und frische Samples * bedeutende Orgel vor einer grundlegenden Restaurierung/Rekonstruktion, insofern dokumentarisch aufschlussreich
- 1627-2000 Various builders, Forcalquier - sonusparadisi.cz * höchst individuelle Orgel in sehr großem Kirchenraum * mächtiges Hauptwerksplenum * Intonation des Originals sehr unregelmäßig * Klang teilweise spröde, jedoch typisch für südfrz. Orgelbauer Sals * absolut vorbildliches Denoising und frische Samples * die zwei vorhandenen Releases reichen keineswegs aus, um den großen Raumklang im Portato wiederzugeben * abgebildete Orgel sehr verstimmt Demo
- 1627 unknown builder, Doksy-Kruh - sonusparadisi.cz * hörenswerte historische Orgel * zweimanualige Erweiterung gut als Praxisorgel für den Einstieg in HW nutzbar * keine Spielnebengeräusche * durch fehlende Multi releases mittlerweile veraltet * Denoising noch nicht auf dem heutigen Niveau von Sonusparadisi
- 2001 Grygar, Litomysl (dry version) - sonusparadisi.cz mehr
- 2007 Prib chamber organ (dry + wet version) - sonusparadisi.cz * sauber gearbeitetes Mini-Set mit Multi releases * Original mäßig * ein Einsatz als Positiv-Ersatz in der Dry-Variante sehr gut vorstellbar
- 1903 Cavaillé-Coll, Notre Dame, Metz + 1741-1743 Hinsz, Bovenkerk, Kampen - milandigitalaudio.com * user: "So hört man beim Metz-Set (und dem Hinsz-Set, Anm. d. Red.) z.B. manche Pedalregister mit unglaublich vielen Details und Anblasgeräuschen, was mit dem Rest, der ja eher "down under the nave" aufgenommen wurde, überhaupt nicht zusammenpasst. Das gilt auch für einige Register im Hauptwerk." * user: "gepitchte 32'-Bombarde des Metz-Sets wie ein davonfahrendes Motorrad" * angesichts des recht hohen Preisniveaus fehlende überdurchschnittliche Präzision * Hinsz/Bovenkerk: insgesamt sehr großer RAM-Bedarf
- Palace of Arts Budapest Pipe Organ Samples (u.a.) - inspiredacoustics.com * Test der "PAB Trail" vermittelt leider einen insgesamt mangelhaften Klangeindruck (ebenso wie die verfügbaren Demos) * user: "I'm not so satisfied with the PAB. I think the sound is too close together. I don't hear the real positions of the organparts (Positiv, Swell, ...). The single stops are okay." * user: "Pro: - eine außerordentlich große Orgel mit vollständiger Disposition - sehr viele wirklich hervorragende Register - sehr gutes Sampling, was einzelne Register angeht Kontra: - ziemlich unräumlicher Eindruck, weil die Mikrofone beim Sampeln offenbar mitgewandert sind, dadurch seltsam punktuelles Tutti - allzu gebremste Pfeifenansprache bei einigen Registern - teilweise schlechte Mixturen, andere wieder sehr gut" * enormer RAM-Bedarf: 6 GB für 15 Register (ohne compression) * "jauliges" Anklingen der Samples bzw. "Harmonium-Effekt")/s. Wahrnehmungstest * unzureichende Release-Anzahl